Tankstellenüberfälle: bft beklagt neue Dimension der Gewalt

27.01.2026 11:15 Uhr | Lesezeit: 2 min
Einsatzfahrzeug der Bundespolizei mit Schriftzug und Wappen
Regionale Schwerpunkte der Überfälle lagen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern.
© Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Reiss

In Bremen ist es gerade zu zwei besonders brutalen Tankstellenüberfällen gekommen, bei denen Mitarbeitende bedroht und sogar entführt wurden. Eine der betroffenen Stationen ist Mitglied im bft (Bundesverband freier Tankstellen und unabhängiger deutscher Mineralölhändler). Der bft beklagt eine zunehmende Verrohung der Täter und fordert die Politik zum entschlossenen Handeln auf.

Eine aktuelle bft-Mitgliederumfrage hat alarmierende Ergebnisse zutage gefördert: Rund 40 Prozent der bft-Mitgliedsunternehmen waren in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Opfer eines Einbruchs oder Überfalls. Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Brutalität: Bei Raubüberfällen während der Öffnungszeiten wurde häufig Gewalt unter Androhung von Schusswaffen oder täuschend echten Attrappen eingesetzt. Regionale Schwerpunkte der Überfälle lagen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern.

Bft-Hauptgeschäftsführer Daniel Kaddik: "Wir stellen eine neue Qualität der Gewalt fest – wie aktuell in Bremen, wo Mitarbeitende entführt und massiv bedroht wurden, und das bereits für Beutebeträge im niedrigen dreistelligen Bereich." Kaddik fordert ein entschiedeneres Vorgehen der Politik: "Mehr Polizeipräsenz und spürbar höhere Strafen für die Täter können die Sicherheit an Tankstellen erhöhen und der zunehmenden Verrohung entgegenwirken."

Zugleich weist der bft darauf hin, dass viele Mitgliedstankstellen bereits erhebliche Anstrengungen unternommen haben. Die Mitglieder investierten massiv in Sicherheitsmaßnahmen wie Videoüberwachung, Beleuchtung und Schulung des Personals. "Doch es gibt Grenzen dessen, was Unternehmen leisten können", so der bft. Die psychische Belastung der Mitarbeiter nach Überfällen sei enorm, reiche nicht selten bis zur Arbeitsunfähigkeit. "Sicherheit darf nicht allein Aufgabe der Betriebe sein – hier ist der Staat in der Verantwortung", meint der Verband

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