Neue Studie: DUH fordert Ende der Förderung von Plug-in-Hybriden

05.06.2026 00:30 Uhr | Lesezeit: 2 min
Verkehr
Eine neue IStudie zeigt, dass Plug-in-Hybride im Realbetrieb deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen als in den offiziellen Herstellerangaben ausgewiesen.
© Foto: Kia

Eine neue ICCT-Studie zeigt, dass Plug-in-Hybride im Realbetrieb deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen als in den offiziellen Herstellerangaben ausgewiesen. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb ein Ende der Förderung und Gleichstellung dieser Fahrzeuge mit reinen Elektroautos.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert als Reaktion auf eine neue Studie der Organisation The International Council on Clean Transportation (ICCT) das Ende der Förderung von Plug-in-Hybriden. Nach Angaben der DUH bestätigten die Studienergebnisse, dass die Fahrzeuge im Alltagsbetrieb deutlich mehr Kraftstoff verbrauchen und entsprechend höhere CO₂-Emissionen verursachen als offiziell angegeben.

Laut der Studie verbrauchen Plug-in-Hybride auf der Straße etwa vier- bis fünfmal so viel Kraftstoff, wie in der Werbung und in den Zulassungsunterlagen angegeben wird. Die DUH kritisiert, dass die Bundesregierung dennoch in mehreren Gesetzgebungsverfahren auf EU- und Bundesebene Plug-in-Hybride trotz hoher Klimawirkung aufwerte.

DUH kritisiert Förderung als Fehlanreiz

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Dass Plug-in-Hybride nur auf dem Papier Klimaschutz bedeuten, ist seit Jahren bekannt und wird durch die neue Studie von ICCT bestätigt. Wie schon beim Dieselskandal nutzt die Automobilindustrie regulatorische Schlupflöcher systematisch aus. Anstatt diese Lücken zu schließen, setzt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für die Rückentwicklung der Verbrauchsangaben zugunsten von Plug-in-Hybriden ein und fördert im Austausch für überfälligen Korrekturfaktor Verbrennerautos. Gleichzeitig geht sie durch die Anpassung des Elektromobilitätsgesetzes Plug-in-Hybride wieder jede klimapolitischen Logik mit Vorteilen elektrischen Fahrzeugen gleich, selbst das Umweltministerium fördert finanziell Anreize für diese klimaschädlichen Verbrenner-Pkw."

Forderung nach Ende der Gleichstellung

Nach Auffassung der DUH sollten Plug-in-Hybride nicht länger wie Elektrofahrzeuge behandelt werden. Die Organisation fordert, finanzielle Anreize für Plug-in-Hybride zu beenden und deren Gleichstellung mit batterieelektrischen Fahrzeugen zu überprüfen.

Resch weiter: "Elektromobilität darf nicht als Deckmantel genutzt werden, um bessere Klimabilanzen für die Bundesregierung zu erreichen. Mit unseren neuen Klagen gegen die Bundesregierung werden wir ein wirksames Klimaschutzprogramm erstreiten. Um die verbindlichen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, muss die Bundesregierung ihren Plan beenden, mit der aktuell laufenden Obergrenze des Elektromobilitätsgesetzes Plug-in-Hybride für weitere zehn Jahre mit reinen Elektrofahrzeugen gleichzustellen."

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