Mit dem Pilotprojekt "LiLA II" (Lithium-Light-Appliances, Deutsch: Lithium-Elektro-Keingeräte) testen Philip Morris Deutschland, die Stiftung GRS Batterien und die GRS Service ein Rücknahmesystem für den Handel im Großraum München. Ziel ist es, ein praxistaugliches Rücknahmesystem im Handel zu erproben und damit die Kreislaufwirtschaft für elektronische Zigaretten und Tabakerhitzer voranzubringen. Die enge Zusammenarbeit von Industrie, Batterie-Expertise und wissenschaftlicher Begleitung soll die Grundlage für einen ganzheitlichen, praxisnahen Ansatz schaffen.
Im Rahmen des auf zwölf Monate angelegten Pilotprojekts wird ein Sammel- und Rücknahmesystem für E-Zigaretten und Tabakerhitzer in ausgewählten Verkaufsstellen getestet. Im Fokus stehen die praktische Umsetzbarkeit, die Akzeptanz bei Handel sowie Verbrauchern und die Weiterentwicklung bestehender Strukturen mit Blick auf eine mögliche bundesweite Skalierung. Händler sowie Verbraucher werden darüber informiert, wie und wo Geräte zurückgegeben werden können.
Das sagen die beteiligten Partner
Julia Hobohm, Geschäftsführerin GRS Service, erklärt: "Vor dem Hintergrund steigender Mengen lithiumbatteriehaltiger Produkte gewinnt die sichere Sammlung von Elektrokleinstgeräten zunehmend an Bedeutung. Mit unserem LiLA Sammelsystem wird im Raum München eine zukunftsfähige Lösung erprobt und weiterentwickelt. Wir freuen uns, dass die Philip Morris GmbH und ihre Handelspartner an Bord sind. Nur so kann ernstgenommene Herstellerverantwortung funktionieren!"
Die Stiftung GRS Batterien hat das LiLA-Sammelsystem bereits ein Jahr lang an Wertstoffhöfen in Bayern erprobt. Bürger hätten das System gut angenommen. Jetzt wolle man das Rücknahmesystem "noch näher" an die Verbraucher bringen, so Georgios Chryssos, Vorstand der Stiftung GRS Batterien. "Aus unserer Erfahrung und unserer Forschungstätigkeit wissen wir, dass ein niederschwelliges Rückgabeangebot im Handel der Schlüssel zu einem erfolgreichen EPR-System ist."
Auch Torsten Albig, Director External Affairs Deutschland bei Philip Morris Deutschland, unterstreicht: "Wir nehmen unsere Herstellerverantwortung über die regulatorischen Pflichten hinaus sehr ernst. Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir die Grundlage für ein System, das langfristig skalierbar ist und einen echten Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten kann. Dass wir den Piloten in Bayern starten, ist dabei ein bewusst gewählter Schritt: Hier befindet sich unser deutscher Hauptsitz, und wir übernehmen vor Ort Verantwortung. Besonders wertvoll für dieses Projekt ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern wie der Stiftung GRS Batterien, der GRS Service GmbH und dem bifa Umweltinstitut. Gemeinsam bringen wir unterschiedliche Perspektiven und Expertise ein – von der operativen Umsetzung bis hin zur wissenschaftlichen Begleitung."
Umweltinstitut erhebt Daten
Neben der praktischen Erprobung erhebt das bifa Umweltinstitut belastbare Daten zu Sammelmengen, zur Zusammensetzung und zum Zustand der zurückgegebenen Geräte. Die Ergebnisse werden regelmäßig ausgewertet und veröffentlicht. Sie bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des Systems und eine mögliche Ausweitung. Ein Beirat mit externen Drittparteien werden das Projekt fachlich begleiten.