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Zahlungsverhalten: Bargeld am häufigsten genutzt, Kartenzahlung legt zu

© Foto: Peter Atkins/Fotolia

In Deutsch­land nutzen 58 Prozent der Befragten Bar­geld beim Bezahlen an der Kasse. Damit sind Münzen und Scheine wei­ter­hin das am häu­figs­ten ge­nutz­te Zah­lungs­mit­tel. Al­ler­dings ge­win­nen un­ba­re Bezahlmethoden immer mehr an Ge­wicht. Das geht aus der sechs­ten Stu­die der Deut­schen Bun­des­bank zum Zah­lungs­ver­hal­ten in Deutsch­land für das Jahr 2021 her­vor.


Datum:
18.07.2022
Autor:
Redaktion Sprit+
Lesezeit:
5 min
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Laut der sechs­ten Stu­die der Deut­schen Bun­des­bank zum Zah­lungs­ver­hal­ten in Deutsch­land beglichen 58 Prozent der Befragten ihre Einkäufe mit Banknoten und Münzen. In der letzten großen Erhebung der Bundesbank aus dem Jahr 2017 waren es noch 74 Prozent. Auch wenn Bar­geld im Laufe der Pan­de­mie sel­te­ner zum Ein­satz kam, hiel­ten viele Be­frag­te es für zu­ver­läs­sig, schätz­ten den Schutz der Pri­vat­sphä­re und den guten Aus­ga­ben­über­blick. Ge­mes­sen am Um­satz be­trug der Bar­geld­an­teil noch 30 Pro­zent. Im Durch­schnitt hat­ten Pri­vat­per­so­nen rund 100 Euro im Porte­mon­naie und damit fast ge­nau­so viel wie vor vier Jah­ren (103 Euro). Die große Mehr­heit der Be­frag­ten (69 Pro­zent) gab an, auch zu­künf­tig un­ver­än­dert mit Bar­geld be­zah­len zu wol­len. "Weder Di­gi­ta­li­sie­rung noch Pan­de­mie konn­ten das Bar­geld ver­drän­gen. Wenn es um’s Be­zah­len geht, ist Bar­geld in Deutsch­land nach wie vor mit Ab­stand am be­lieb­tes­ten“, er­läu­ter­te Jo­han­nes Beer­mann, das für Bar­geld zu­stän­di­ge Vor­stands­mit­glied der Deut­schen Bun­des­bank.

Kartenzahlung und Onlinekäufe weiter im Trend

Vier von zehn Be­frag­ten gaben an, Kar­ten­zah­lun­gen oder an­de­re un­ba­re Zah­lungs­mit­tel zu be­vor­zu­gen, was sich in der tat­säch­li­chen Nut­zung wi­der­spie­gel­te. Von allen er­fass­ten Zah­lun­gen an der La­den­kas­se, in der Frei­zeit, im On­line­han­del und bei wei­te­ren Zah­lungs­an­läs­sen wur­den 29 Pro­zent mit einer Karte ge­tä­tigt, be­zo­gen auf den Um­satz waren es 40 Pro­zent.

De­bit­kar­ten (in Deutsch­land vor allem die Gi­ro­card) waren mit 23 Pro­zent aller Trans­ak­tio­nen das am zweit­häu­figs­ten ver­wen­de­te Zah­lungs­mit­tel, bei einem Um­satz­an­teil von 30 Pro­zent. Wäh­rend der Co­ro­na-Pan­de­mie zahl­ten die Befragten ver­mehrt klei­ne­re Be­trä­ge mit der De­bit­kar­te.

Auch Kre­dit­kar­ten wur­den mit sechs Pro­zent der Trans­ak­tio­nen be­deut­sa­mer. Vor allem grö­ße­re Be­trä­ge wur­den mit Kre­dit­kar­te be­gli­chen. Dies und der ver­mehr­te Ein­satz von Kre­dit­kar­ten im On­line­han­del führ­ten dazu, dass sich ihr Um­satz­an­teil seit 2017 auf zehn Pro­zent ver­dop­pel­te. Der Trend zum On­line­han­del dau­er­te im zwei­ten Jahr der Co­ro­na-Pan­de­mie an. Der An­teil des On­line­han­dels am ge­sam­ten Um­satz stieg von sechs Pro­zent im Jahr 2017 auf ak­tu­ell 24 Pro­zent.

Mobiles Bezahlen löst Geldbeutel ab

Neben der Ver­la­ge­rung von Ein­käu­fen in das In­ter­net ge­wann das mo­bi­le Be­zah­len mit Smart­pho­ne und We­a­ra­bles wie Smart­watch oder Fit­ness­arm­band wei­ter an Be­deu­tung. So be­zahl­ten schon 17 Pro­zent der be­frag­ten Smart­pho­ne­be­sit­zer damit an der La­den­kas­se; unter den Be­sit­zern einer Smart­watch oder eines Fit­ness­arm­ban­des mit Be­zahl­funk­ti­on be­trug der An­teil 27 Pro­zent. Smart­pho­ne und We­a­ra­bles setz­ten sich damit zu­neh­mend als Al­ter­na­ti­ve zum Be­zah­len durch, sind aber noch nicht in der Brei­te der Be­völ­ke­rung an­ge­kom­men.

"Ich er­war­te, dass in Deutsch­land künf­tig immer mehr Men­schen ihren phy­si­schen Geld­beu­tel gegen eine elek­tro­ni­sche Wal­let ein­tau­schen“, fass­te Burk­hard Balz, das für Zah­lungs­ver­kehr und Ab­wick­lungs­sys­te­me zu­stän­di­ge Vor­stands­mit­glied der Deut­schen Bun­des­bank, die ak­tu­el­len Ent­wick­lun­gen zu­sam­men. So zeigt die Stu­die, dass schon 34 Pro­zent der Be­frag­ten Apps zum ein­fa­chen Ver­sen­den und Emp­fan­gen von Geld nutz­ten.

Die Studie finden Sie bei der Bundesbank

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