Wenn Kraftstoff bei einer Lieferung austritt, reichen die Folgen über den einzelnen Auftrag hinaus. Boden und Gewässer können belastet werden. Mit Xpulse stellt Secu-Tech eine Premiere vor, die bei der sicheren Abgabe ansetzt: Die erste modulare Systemplattform für den ganzen Tankwagen verbindet laut Secu-Tech Messung, Sicherheitsfunktionen, Bedienung und Kommunikation in einem gemeinsamen Lieferablauf.
Wie groß die Umweltfolgen solcher Stoffaustritte sein können, zeigt die deutsche Unfallstatistik: Destatis erfasste 2025 insgesamt 1.461 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Rund 5,9 Millionen Liter traten aus. Etwa 2,4 Millionen Liter konnten nicht zurückgewonnen werden. Die Zahlen umfassen Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung wassergefährdender Stoffe in Deutschland.
Die Idee von Secu-Tech beginnt bei der Arbeit an der Abladestelle. Welche Kammer enthält welches Produkt? Ist die Abgabe freigegeben? Was bedeutet eine Störung, und welcher Schritt folgt? Xpulse kann diese Informationen in einem geführten Ablauf bereitstellen. Ladung, Planung und Abgabe folgen dem Hersteller zufolge einer gemeinsamen Bedienlogik, bis zum dokumentierten Lieferschein. Xpulse soll den Fahrer entlasten und Fehler vermeiden, bevor daraus eine falsche Befüllung oder ein Produktaustritt wird.
Dahinter stehe eine Architektur, die mit dem Fahrzeug wachsen kann. Eine Core-Unit verbinde Rechenleistung und Bedienung. Xpansion-Units nehmen steckbare Funktionsmodule auf. Zusätzliche Aufgaben ließen sich dadurch in die Plattform einbinden. Bestehende Messanlagen und Sensorik blieben bei bestätigter technischer und regulatorischer Eignung weiter nutzbar. Jede Kombination werde dafür geprüft. Für Flotten eröffne das einen Weg, Fahrzeuge nach Bedarf zu modernisieren. Xpulse beginnt in der Kraftstofflogistik, die Plattform ist aber für eine spätere Erweiterung auf weitere Flüssigkeitsanwendungen angelegt.