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Neue Tanktechnik: Westfalen präsentiert mobile Wasserstoff-Tankstelle

Prof. Dr. Andreas Pinkwart betonte bei der Veranstaltung unter dem Motto „Say Hy to Hydrogen. Say Hy to Westfalen" die Wichtigkeit von Wasserstoff als Kraftsftoff.
© Foto: Westfalen AG

Die Westfalen Gruppe präsentierte am 14. Oktober in Münster mit der mobilen Wasserstoff-Tankstelle eine Zukunftstechnologie. Der Container kann nicht nur kurzfristig und flexibel aufgestellt werden, er ist zudem robust, einfach und kostengünstig. Das System ermöglicht eine verlässliche Wasserstoff-Betankung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen – ob Busse, Lkw, Züge oder Fahrzeuge auf Baustellen, in der Logistik, in Häfen oder auf Flughäfen.

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Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschafts- und Innovationsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, testete vor Ort den Prototyp und sagte: „Nordrhein-Westfalen will Vorreiter auf dem Weg hin zur Klimaneutralität bis 2045 sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei Wasserstoff als Kraftstoff im Verkehrssektor.“ Für den künftigen Einsatz als klimaneutraler Energieträger in diesem Sektor muss die Infrastruktur aber noch geschaffen werden. Daher bringt die Westfalen Gruppe gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Nano Sun die mobile Wasserstoff-Tankstelle auf den deutschen Markt. 

Die Kosten für die mobile Tankstelle betragen nur rund ein Viertel im Vergleich zu einer stationären Wasserstoff-Tankstelle. So lohnt sich die Anschaffung bereits ab einer Flotte von etwa zwei Nutzfahrzeugen. Neben dem Kauf bietet Westfalen auch eine Mietoption an, bei der nach Verbrauch gezahlt wird. Die Wasserstoff-Tankstelle ist mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet und arbeitet komplett autark. Zusätzlich ist jederzeit eine Fernwartung möglich, sodass die Funktionsfähigkeit dauerhaft sichergestellt ist. Neben dem technisch einfachen Aufbau als Druckspeicher kommt die mobile Lösung ohne Kompressor oder andere rotierende Teile aus und ist damit beständig gegen Hitze, Kälte und Regen. Ist der Tankstellencontainer leer, wird er ganz einfach gegen einen vollen Container ausgetauscht oder wieder befüllt.

Bei der Präsentation der mobilen Wasserstoff-Tankstelle wies Vorständin Meike Schäffler auf die aktuelle Herausforderung hin: Einerseits gäbe es aktuell zu wenig wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, andererseits zu wenig Wasserstoff-Tankstellen: „Das ist wie das Problem mit Henne und Ei: Was braucht es zuerst? Wie kann der Technologie zum Durchbruch verholfen werden? Hier setzen wir an: Unsere mobile Tankstelle ist der Baustein, um die Wasserstoffmobilität nach vorne zu bringen.“ Insbesondere für Nutzfahrzeuge und die Langstreckenmobilität biete Wasserstoff durch die großen speicherbaren Energiemengen eine Lösung für emissionsfreie Mobilität, die mit anderer Technologie so nicht umsetzbar sei.

Prof. Pinkwart betonte: „Kluge Innovationen wie die mobile Wasserstoff-Tankstelle der Westfalen Gruppe können die dringend notwendige Umstellung von Bus- und Lkw-Flotten auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge vereinfachen und ermöglichen Flottenbetreibern eine kosteneffiziente Erprobung der neuen Tanktechnik. Mit niedrigschwelligen Lösungen wie diesen erhöhen wir die Attraktivität der Wasserstoff-Technologie und treiben so den klimagerechten Wandel in unserem Land voran.“ (sh)

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KOMMENTARE


Karl Seiler

18.10.2021 - 13:05 Uhr

Die Tankstelle ist also "einfach" ein Druckspeicher - vermutlich mit mindestens 750 bar. Über die Kosten des Wasserstoffs - selbst wenn er aus angeblich kostenlosem, weil "überflüssigen" Strom hergestellt wird - gibt es keine Aussage und auch über die Komprimierung des Wasserstoffs für den Transport zur Tankstelle bzw. über die Transportkosten selbst wird nichts gesagt.


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