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Faktencheck: Biokraftstoffe als unverzichtbarer Bestandteil der Versorgungssicherheit

Biokraftstoffe sichern die Energieversorgung und tragen zum Erreichen der Klimaziele bei.
© Foto: Gerhard Seybert - Fotolia

Gemeinsam haben fünf Verbände aus der Bioenergiebranche einen Faktencheck zur Wirkung von Biokraftstoffen erstellt. Das Fazit: Biokraftstoffe leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Energieversorgungssicherheit und zum Klimaschutz.


Datum:
28.03.2022
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Die aktuelle Diskussion über Versorgungssicherheit, Energie- und Lebensmittelpreise nehmen der Bundesverband Bioenergie (BBE), der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBE), der Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVIP) und die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) der Biokraftstoffbranche zum Anlass, mit einem Faktencheck auf den unverzichtbaren Beitrag der Biokraftstoffproduktion für Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Klimaschutz hinzuweisen.

Ölsaaten- und Getreidesektor leisten gemeinsam einen unverzichtbaren Beitrag sowohl für die Nahrungs- und Futtermittelmittelversorgung als auch für die Bereitstellung klimafreundlicher Biokraftstoffe, so der Standpunkt der fünf Verbände. Daher fordern sie, dass die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Gas- und Rohöllieferungen drastisch verringert werden müsse. Biokraftstoffe würden aktuell einen beachtenswerten Beitrag zur Energieversorgungssicherheit leisten. So trugen Bioethanol und Biodiesel im Jahr 2020 mit rund 4,5 Millionen Tonnen Kraftstoff zur Versorgung im Verkehrssektor in Deutschland bei und ersetzten damit Importe fossiler Kraftstoffe aus oftmals instabilen Weltregionen und / oder autokratischen Ländern.

Biokraftstoffe werden fossilen Kraftstoffen in Deutschland aufgrund der gesetzlich verankerten Treibhausgasminderungs-Quote beigemischt, um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu reduzieren. Im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen verringern Biokraftstoffe, die Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent und stehen damit für die Einsparung von über zehn Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich.

Mit Blick auf die Erfüllung der gesetzlichen Treibhausgasminderungsverpflichtung ist besonders die Effizienzwirkung der gesetzlichen Regelungen zu beachten: Die Nachfrage der Biokraftstoffwirtschaft nach Rohstoffen wie zum Beispiel Rapsöl sinke automatisch, wenn die Mineralölwirtschaft vorzugsweise Biokraftstoffe aus Rohstoffen mit einer höheren Treibhausgasminderungseffizienz verwende. Das gleiche gilt, wenn der Rapsölpreis, beziehungsweise der daraus hergestellte Biokraftstoff, ein entsprechendes Preisniveau erreiche. In der Folge würden die Unternehmen der Mineralölwirtschaft vorzugsweise die Strafzahlung für die Nichterfüllung der Treibhausgasminderungsvorgaben leisten, statt den teureren Biokraftstoff für die Anrechnung auf die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) einzusetzen. Darüber hinaus ermöglicht das THG-Quotengesetz neben dem Einsatz von Biokraftstoffen zur Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung auch andere Optionen wie die Anrechnung von in der Elektromobilität eingesetzten Strommengen. Eine Begrenzung der Nutzung nachhaltiger Biokraftstoffe wäre mit Blick auf deren Beitrag zur Energieversorgung und Klimaschutz kontraproduktiv und hätte zur Folge, dass heimische Produktionsmengen in den Export gehen würden.

Die Verbände warnen, dass Einschränkungen der gesetzlichen Vorgaben für die Produktion von Biodiesel und Bioethanol zu einem Anstieg der Importe von Proteinfuttermitteln und damit in den Exportländern zu einer Erhöhung des Flächenbedarfes führen können. Zudem würde ohne Biokraftstoffe die tragende Säule zur Erfüllung der im Bundes-Klimaschutzgesetz verankerten ambitionierten Ziele für den Verkehrssektor wegbrechen, so das Fazit der Verbände. (red/sh)

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