E-Zigarette Caldora: Culami bringt eigene Marke in den Handel

19.02.2026 13:34 Uhr | Lesezeit: 2 min
Culami
Das Sortiment umfasst unter anderem Fruchtvarianten.
© Foto: Culami

Die E-Zigaretten-Branche wird wohl mit massiven Einschränkungen versehen, denn viele Aromastoffe sollen verboten werden. Das mittelständische Unternehmen Culami sieht sich aber gut auf mögliche Änderungen vorbereitet.

Die Vape-Branche steht vor neuen gesetzlichen Vorgaben, die Hersteller, Handel und Konsumenten mit massiven Einschränkungen versehen. Hintergrund ist ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), der Verbote bestimmter Aromastoffe vorsieht (wir berichteten). Das mittelständische Unternehmen Culami aus Gelsenkirchen arbeitet seit Jahren mit eigenen Entwicklungs- und Qualitätsprozessen am Standort und sieht sich daher gut auf mögliche Änderungen vorbereitet.

Geplante Änderungen und mögliche Auswirkungen auf den Markt

Nach aktuellem Stand stehen 13 Inhaltsstoffe im Fokus der Diskussion. Branchenweit könnten laut Einschätzungen bis zu 80 Prozent der Produkte betroffen sein. "Klare Vorgaben und nachvollziehbare Rahmenbedingungen sind wichtig – wir arbeiten seit Jahren nach hohen Qualitätsstandards", sagt Constantin Klause, CEO von Culami. "Gleichzeitig darf man die Marktrealität nicht ausblenden: Wenn legale Produkte stark eingeschränkt werden, wird das den Schwarzmarkt weiter stärken. Entscheidend ist deshalb, praktikable Lösungen zu finden, die Regulierung und Verbraucherinteresse miteinander verbinden."

Eigene Marke Caldora als strategischer Schritt

Mit Caldora bringt Culami eine eigene Vape-Marke in den Handel. Der Marktstart erfolgt zunächst im Münsterland (Nordrhein-Westfalen), bevor die Marke schrittweise ausgeweitet werden soll. Das Sortiment umfasst bewusst reduzierte Tabaksorten sowie Fruchtvarianten aus heimischem Obst. Ziel ist es, vertraute und nachvollziehbare Aromen anzubieten, die sich klar von überaromatisierten Produkten im Markt abheben. Wie CEO Klause sagt, soll Caldora verstärkt außerhalb klassischer Vape-Shops präsent.

"Wir kennen unsere Rezepturen bis zur sechsten Nachkommastelle und verfügen über eigene Entwicklungskompetenz im Haus", ergänzt Iris Barwa, Leiterin der Produktentwicklung. "Deshalb können wir Rezepturen gezielt anpassen und weiterhin attraktive Aromen entwickeln. Auch, wenn der Referentenentwurf in Kraft trifft." Gerade in Zeiten gesetzlicher Veränderungen sei Planungssicherheit entscheidend. Als mittelständisches Unternehmen setze Culami auf kurze Entscheidungswege, direkte Ansprechpartner und transparente Kommunikation entlang der Lieferkette. "Unser Ziel ist es, Sortimente gemeinsam weiterzuentwickeln und auch unter neuen Rahmenbedingungen attraktive Produkte made in Germany anbieten zu können", so Patrick Eichenseer, COO von Culami.

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