Dienstag, 19.10.2021
07.09.2016
   

Preistürme

PWM hat zwei neue Freitürme: den Titan und den Neo.

PWM stellte auf der Uniti Expo in Stuttgart zwei neue Preistürme vor: Der Titan (l.) erreicht je nach
Kundenwunsch bis zu zehn Metern Höhe. Der andere Neue, Neo, ist kantiger und etwas schmaler.

Griechische Riesen von PWM

Der Titan macht seinem Namen alle Ehre: Mit beinahe zehn Metern Höhe überragt der PWM-Preisturm so manches Einfamilienhaus. Ebenfalls neu im Sortiment des Preisturmherstellers: der „Neue“.

Es ist in der griechischen Mythologie nicht überliefert, welche Lebensgröße ein Titan erreicht. Lediglich von einem Göttergeschlecht, von Riesen in menschlicher Gestalt, ist in alten Schriften die Rede. Den Marketingexperten vom Preisanzeigenbauer PWM jedenfalls kam beim Anblick ihres neuen Turmes eine Parallele zu den mythologischen Riesen in den Sinn: Auf der Uniti Expo in Stuttgart stellte das Unternehmen den maximal 9,75 Meter großen Titan vor.

Der 1.793 Millimeter breite und 595 Millimeter tiefe Preisturm hat ein gewölbtes Design mit abgerundeten Hauben. Er ist sehr servicefreundlich, erklärt Geschäftsführer Max Krawinkel, weil er eine Wartung oder Reparatur von vorne ermöglicht. Die hinter den Hauben liegenden und auf Oberflächen montierbaren SMD-LED zeigen mit drei Ziffern à 400 Millimeter Höhe und einer Ziffer à 250 Millimeter den Kraftstoffpreis an. Der Betreiber kann dabei aus den LED-Farben Weiß, Rot, Gelb, Orange und Grün wählen.

Anders als bei den Göttern sind die Lebzeiten von LED und anderen Bauteilen begrenzt. Wird ein Austausch nötig – PWM definiert einen Fehler, wenn zwischen drei und sechs Prozent LED pro Ziffer ausfallen –, erhält der Servicepartner künftig sehr genaue Fehlerbeschreibungen, bevor er zur betroffenen Tankstelle fährt – dank der Neuentwicklung Easy 2.0. So nennt PWM die serverbasierte, ferngesteuerte Elektronik, die alle Komponenten der Preisanzeige überprüft und Störungen automatisch online meldet. Die Techniker können dann auslesen, was die Ursache für die Fehlermeldung ist, und konkret den Servicepartner mit dem richtigen Bauteil zur Tankstelle schicken, sodass keine Leerfahrten entstehen. Diese Lösung hat PWM ursprünglich für den australischen Markt entwickelt, wo Servicedienstleister bis zu acht Stunden Entfernung zur Tankstelle zurücklegen müssen.

Neu im Portfolio: Neo

Neu, im wahrsten griechischen Wortsinne, ist auch Neo. Im Gegensatz zum 30 Zentimeter breiteren Titan verbaut PWM beim maximal 7,50 Meter hohen Turm eckige Hauben, die jedoch ebenso große Ziffern wie beim Titan ermöglichen. Bei den Produktbezeichnungen kann der Kunde wählen, ob er sie dauerhaft per Digitaldruck oder veränderbar in LED anzeigen möchte. Auch beim Logo und den Servicezeilen stehen zwei Optionen zur Wahl: Folie oder Digitaldruck. Ausgeleuchtet wird in beiden Fällen mit LED.

Beide Türme montiert PWM komplett im Werk, liefert sie mit einem Kran-LKW und verbindet sie mit dem fertigen Fundament. Sowohl Titan als auch Neo bieten dem Betreiber theoretisch die Option, in einem Anzeigefeld im Wechsel verschiedene Produkte (beispielsweise Super 95 und 98) roulieren zu lassen. Was in einigen Ländern rechtlich unbedenklich ist, ist in Deutschland vermutlich nicht gestattet: Alle Preise müssen permanent für den Verbraucher ersichtlich sein. Für unproblematisch hält Krawinkel jedoch die Option, Sonderpreise für Super, Diesel oder einen anderen Kraftstoff für einige Stunden farblich hervorzuheben.

Für beide Produkteinführungen bringt PWM Geduld mit. Das habe das Beispiel Nano gezeigt: In Stuttgart stellte das Unternehmen zum wiederholten Mal die mobile Preisanzeige aus „und auf einmal ist die Nachfrage hier am höchsten“, konstatiert Krawinkel. „Es dauert bei Neuentwicklungen schon mal bis zu fünf Jahre, bis sie die Kunden richtig annehmen.“

(Autor: Michael Simon; der Artikel erschien in Sprit+ 09.2016.)

 

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