Nach Maduro-Gefangennahme: Ölpreise nur wenig bewegt

05.01.2026 09:06 Uhr | Lesezeit: 2 min
Venezuela
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen.
© Foto: OpenClipart-Vectors/Pixabay

Der Ölmarkt ist noch unentschieden, wie auf die Ereignisse in Venezuela reagiert werden soll. Unter US-Kontrolle könnte die am Boden liegende Öl-Förderung steigen, aber das bräuchte Zeit.

Die Ölpreise haben kaum auf die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten reagiert. Nach Verlusten von etwas mehr als einem Prozent zu Handelsbeginn drehten die Preise zwischenzeitlich ins Plus. Am frühen Montagmorgen kostete Öl dann wieder etwas weniger als noch Ende vergangener Woche. Derzeit wägen die Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des US-Angriffs auf das ölreiche südamerikanische Land ab.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden. 

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar und damit 30 Cent oder ein halbes Prozent unter dem Freitagsschluss. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar fiel um 36 Cent oder rund 0,6 Prozent auf 56,96 Dollar.

Venezuela hat zwar riesige Ölvorkommen, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern. Daher steuert das Land derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei und hat zudem wegen des politischen Drucks durch die Vereinigten Staaten kaum Abnehmer. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mit Hilfe der großen US-Ölkonzerne wiederzubeleben. Dies könnte mittelfristig zu einem weiter steigenden Ölangebot und damit zu sinkenden Preisen führen.

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