Die inhabergeführte Mineralölgesellschaft Sprint hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: An ihren Tankstellen wurde kürzlich der millionste Liter des erneuerbaren Kraftstoffs HVO100 verkauft. Damit leistet Sprint einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Die Absatzmenge von 1.000.000 Litern HVO entspricht einer Einsparung von CO2-Neuemissionen um rund 2.257.222 Kilogramm im Vergleich zu konventionellem B7-Diesel.
Aktuell liegt der Anteil von HVO am gesamten Dieselabsatz an den ersten sechs HVO-Stationen kumuliert bei 10,8 Prozent – Tendenz steigend. Prozentualer Spitzenreiter ist derzeit die Sprint Tankstelle in der Blankenburger Straße in Berlin mit einem HVO-Anteil von 14,6 Prozent am Dieselabsatz. Volumetrisch führt die Sprint Tankstelle in der Potsdamer Straße in Berlin mit mehr als 20.000 Litern pro Monat. Beim Gesamtabsatz seit Einführung liegt weiterhin die Sprint Station in der Kniprodestraße in Berlin vorne, an der bislang mehr als 242.000 Liter HVO verkauft wurden. Dieser Standort war zugleich der erste, an dem Sprint im April 2024 mit dem Verkauf von HVO in Reinform gestartet hatte.
Wer HVO100 tankt
In den vorwiegend städtisch gelegenen Tankstellen mit HVO100-Angebot an der Zapfsäule greifen vor allem Privatkunden zur B7-Dieselalternative. "Diese Autofahrer entscheiden sich bewusst für einen Umstieg auf HVO100. Für sie stehen neben dem Nachhaltigkeitsgedanken insbesondere die konkreten Vorteile eines Premiumkraftstoffs im Vordergrund: eine sehr gute Zündfähigkeit, ein ruhigerer Motorlauf und deutlich weniger Ablagerungen im Motor", sagt Benjamin Kraatz, Leiter Marketing & Kommunikation. Neben Pkw-Fahrern nutzen auch zunehmend Wohnwagen- sowie Bootsbesitzer das Angebot, unter anderem weil der Kraftstoff das Risiko von Dieselpest, also den Befall des Dieselkraftstoffs mit Mikroorganismen bei längeren Standzeiten, minimiert und so Motorschäden verhindert.
Angesichts der Vorteile scheint der leicht höhere Preis bei den Verbrauchern nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Derzeit liegt dieser etwas über dem von herkömmlichem Diesel. Perspektivisch hofft Kraatz auf ein ähnliches Preisniveau beider Dieselsorten, insbesondere dann, wenn es zu Anpassungen bei der Energiesteuer kommen sollte.
Aufgrund der guten Entwicklung des HVO100-Absatzes seit offizieller Freigabe im Frühjahr 2024 setzt Sprint weiter auf Wachstum des Angebots. Anfang Oktober ist das Netz der Tankstellen mit HVO100 auf sieben Standorte gestiegen. Im ersten Halbjahr 2026 kommen die Stationen in Luckenwalde sowie in Dresden hinzu, wobei Dresden die erste HVO100-Tankstelle außerhalb von Berlin und Brandenburg sein wird. Mit Wildau und Chemnitz sind zudem zwei weitere Standorte in Planung. Insgesamt betreibt Sprint 140 Tankstellen mit Schwerpunkt in der Region Berlin und Brandenburg.