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Waschchemie: Caramba präsentiert Prozesslösung X-Line

Waschchemie: Caramba präsentiert Prozesslösung X-Line
Ziel der Prozesslösung X-Line von Caramba ist ein perfektes Ergebnis trotz weniger Frischwasser.
© Foto: Dieter Väthröder

Auf der Uniti Expo stellte Caramba mit der Prozesslösung X-Line einen völlig neuen Ansatz vor, um ­Betriebskosten zu senken. Wie das geht, schaute sich Sprit+ in einem Pilotbetrieb an.


Datum:
19.07.2018
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Waschanlagenbetreiber sollten gut rechnen können. Denn bei wachsendem Wettbewerb und steigendem Kostendruck lohnt sich der genaue Blick auf die Betriebskosten zunehmend. Dabei fallen steigende Strom- und Wasserpreise deutlich mehr ins Gewicht als die Kosten für die Waschchemie. Trotzdem setzen Betreiber gerne an dieser Stelle an, tauschen einzelne Produkte gegen vermeintlich günstigere ­Lösungen oder wechseln gleich den Lieferanten, um ein paar Euro zu sparen. Doch beim Blick aufs Geld darf man eines nicht vergessen: Am Ende zählt die Waschqualität, sonst wandern die Kunden ab.

Die Gleichung ist simpel: Geringe Betriebskosten bei hoher Waschqualität bringt zufriedene Kunden und höheren Ertrag. Leider ist es dann doch nicht so einfach, denn die Gleichung enthält viele ­Variablen. Anlagentechnik, Wasserqualität, Chemie – viele Faktoren haben Einfluss auf die Kosten und das Waschergebnis. ­Caramba stellte jetzt auf der Uniti Expo mit der ­neuen X-Line keine weitere Unbekannte vor, sondern einen neuen Ansatz, um die Gleichung erfolgreich zu lösen.

Chemie billiger als Wasser

Während die Kosten für den Chemieeinsatz pro Fahrzeug im Cent-Bereich liegen, wirken sich mehrere Hundert Liter Frischwasser, die über jedes Auto laufen, deutlich höher aus. Durch die an den Frischwasserbezug gekoppelten und meist zwei- bis dreifach höheren Abwassergebühren hat sich der Wasserverbrauch mittlerweile zu einem, wenn nicht dem entscheidenden Kosten­faktor entwickelt. Ganz abgesehen davon, dass es sich um Trinkwasser und damit um unser wichtigstes Lebensmittel handelt.

Mit der X-Line stellt Caramba einen neuen, prozessorientierten Weg vor, um Frischwasserverbrauch und Kosten zu reduzieren und gleichzeitig das Waschergebnis zu steigern. Die Kernaussage dahinter: Caramba betrachtet die Waschanlage als Gesamtsystem mit dem Ziel, trotz bester Waschergebnisse möglichst wirtschaftlich zu arbeiten. Um dies bereits vor der offiziellen Einführung der X-Line auf der Uniti Expo zu beweisen, hat Caramba bundesweite Tests bei großen Anlagenbetreibern durchgeführt.

Einer davon ist Recep Yilmaz, der bereits seit vielen Jahren erfolgreich ­seine Waterworld in Aschaffenburg betreibt. Dort trafen wir uns mit Patrick ­Maione, Segmentmanager Wash bei Caramba, um uns einen Eindruck aus der Praxis zu verschaffen. Er erklärt zunächst: „Unser Ansatz ist rein prozessorientiert. Es geht nicht darum, Produkte 1:1 auszutauschen, ­sondern eine optimale Prozesslösung für den jeweiligen Standort zu finden.“

So steht am Anfang immer eine genaue Analyse der Gegebenheiten vor Ort wie Wasserqualität, Anlagenparameter und -technik sowie Wasseraufbereitung. Daraus ergeben sich Produktempfehlungen, die den gesamten Prozess berücksichtigen. „Es kann durchaus sein, dass an einer frühen Stelle im Waschprozess der Produkteinsatz steigt, dafür aber im Finish-Bereich weniger Chemie benötigt wird. Entscheidend ist der gesamte Ablauf, nicht einzelne Stationen“, betont Maione und nennt ein Beispiel: „­Prinzipiell wollen wir nur so viel Produkt an einer ­Stelle einsetzen wie nötig. So verfolgen wir ein einheitliches Duftkonzept im Waschvorgang, so dass man weniger Duftstoff einsetzen muss, weil er sich im Waschprozess multipliziert. An allen Stellen werden die Inhaltsstoffe so dosiert, dass die Brauchwasser­qualität nicht leidet.“

Großes Augenmerk gilt auch der Art der Wasseraufbereitung. Je nachdem, ob physikalisch, mechanisch oder biologisch, steht hier insbesondere der pH-Wert im Fokus. Die X-Line wird deshalb ­individuell auf jede Anlage abgestimmt. „Sie besteht aus zwölf Produkten. Es gibt nicht ein bestes Produkt, sondern immer das beste für den jeweiligen Prozess. Deshalb gibt es ­innerhalb einer Produktgruppe Produkte unterschiedlicher Ausprägung, zum Beispiel drei verschiedene Shampoos“, erklärt Maione.

Rundum-Betreuung

In der Waterworld begann Anfang 2018 der Testlauf. Bei über 100.000 Wäschen im Jahr steht für Yilmaz immer eine gleichbleibende Top-Performance an oberster Stelle. Der Caramba-Außendienst kommt wöchentlich vorbei zum Qualitätscheck und überprüft Wasserqualität, Schlammfänge, Dosiereinstellung und Waschergebnis und trägt die Daten in das Betriebstagebuch ein. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Wasserproben gezogen und im Labor untersucht, so dass Yilmaz das Thema Chemie praktisch outgesourct hat und er sich dank der Experten immer auf die richtige Dosiereinstellung verlassen kann.

Auch dem Thema Abwasser, das bei Yilmaz in der Waschanlage und im SB-Bereich biologisch gereinigt wird, hat sich Caramba gewidmet. „In der biologischen Wasseraufbereitung dienen Schaumstoffwürfel als Trägermaterial für die Bakterien. Wir haben von vorneherein festgelegt, welche Stoffe nicht in der Chemie enthalten sein dürfen, um die Würfel nicht zu beschädigen, zum Beispiel keine Silikone oder Terpene. Caramba hat uns nachgewiesen, dass für unsere Biologie schädliche Produkte nicht enthalten sind“, sagt der Waschanlagenbetreiber.

Zum Nachweis der Einsparungen und zur Dokumentation wurden an jeder Entnahmestelle Wasseruhren angebracht, die noch in diesem Jahr digitalisiert werden, um jederzeit Zugriff auf aktuelle Verbrauchsdaten zu haben. In der Waterworld kommen pro Fahrzeug bis zu 800 Liter Wasser zum Einsatz. Dank X-Line konnte Yilmaz den Frischwasserzuschuss auf maximal 35 Liter für die Klarspülung und das Osmosewasser reduzieren. Weitere Einspareffekte ergeben sich außerdem durch weniger Ablagerungen in Bürsten und an Anlagenteilen. Bessere Waschergebnisse bei geringeren Kosten – Caramba hat die Gleichung gelöst.

(Autor: Dieter Väthröder; Der Artikel erschien in Sprit+ Ausgabe 7/2018.)

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