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Ionity mit neuem Preismodell: Strom an Autobahnen wird teuer

Ionity mit neuem Preismodell: Strom an Autobahnen wird teuer
Ab dem 31. Januar 2020 gibt es eine neue Tarifstruktur für Ionity-Ladesäulen.
© Foto: Ionity

Bislang hat Ionity an seinen Schnellladesäulen pauschal acht Euro pro Ladung verlangt. Künftig kann das Tanken von Strom dort ein Vielfaches kosten.


Datum:
24.01.2020
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Der Schnellladesäulen-Betreiber Ionity hat für Direktkunden ein neues Preismodell vorgestellt, das zum 31. Januar 2020 in Kraft treten soll. Wer als nicht registrierter Kunde an einer der derzeit rund 200 in Europa vorhandenen Ladesäulen sein E-Auto betanken will, muss künftig pro geladene Kilowattstunde 66,4 Cent (netto) zahlen. Bislang hat Ionity im Euro-Raum pauschal pro Ladevorgang 6,72 Euro (netto) verlangt, unabhängig von der jeweiligen Strommenge. Die Kosten pro Tankvorgang werden damit an den Ionity-Ladern deutlich steigen.

Wie viel ein E-Auto pro Ladung tankt, hängt von vielen Faktoren ab. Handelt es sich um ein Fahrzeug mit großer und leerer Batterie, könnte der Preis einer Ladung bis 100 Prozent auf über 50 Euro netto steigen. Entscheidender sind allerdings die Verbrauchskosten. Vor allem große E-Autos, die auch im Langstreckeneinsatz genutzt werden, verbrauchen praktisch zumeist 20 und mehr Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Mit dem Ionity-Tarif können also die Energiekosten pro 100 Kilometer sogar deutlich über das Niveau eines Benziners steigen.

Begründen lässt sich der hohe Preis unter anderem mit der besonderen Lage der Ionity-Ladestationen direkt entlang der Autobahnen sowie mit der konkurrenzlos hohen Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt. Gänzlich ausschöpfen kann letztere bislang allerdings noch kein aktuell im Verkehr zugelassenes E-Auto. In Zukunft soll zum Beispiel der Porsche Taycan dank 800-Volt-Technik in der Lage sein, das Potenzial der High-Power-Charging-Säulen (HPC) von Ionity ausschöpfen zu können.

Grundsätzlich können E-Autos bezogen auf die Energiekosten weiterhin eine günstige Alternative zu Verbrennern sein. Zum Beispiel kann man einen VW e-Up praktisch auch mit einem Verbrauch von 13 Kilowattstunden pro 100 Kilometer fahren. Wer den Strom aus der Haushaltssteckdose bezieht, der in der Regel weniger als 25 Cent netto pro Kilowattstunde kostet, wird also pro 100 Kilometer rund 3,40 Euro netto zahlen. Auch an vielen öffentlichen Ladesäulen wird der Strom deutlich günstiger als an den Ionity-Schnellladern bleiben.

Auch das Tanken an Ionity-Ladesäulen wird in Zukunft weiterhin zu günstigeren Konditionen möglich sein. So bietet Mercedes den Nutzern seiner Elektro-SUV EQC ein Ionity-Paket an, bei dem die Kilowattstunde nur 24,4 Cent netto kostet. (SP-X)

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