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E10 für mein Auto (k)ein Problem: Kampagne für höheren Biokraftstoff-Anteil

In der Regel können alle Fahrzeuge ab Baujahr November 2010 mit E10 betankt werden.
© Foto: Visionär/Fotolia

Auf der Automechanika haben der ZDK und der ADAC die Kampagne „E10 für mein Auto (k)ein Problem“ vorgestellt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, Vorbehalte von Autofahrern gegenüber dem Ottokraftstoff E10 auszuräumen.

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Die gemeinsame Initiative von dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), ADAC, dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) soll ein Zeichen für technologieoffenen Klimaschutz im Kfz-Gewerbe setzen.

„Mit der Kampagne wollen wir erreichen, dass möglichst alle Fahrzeuge, die "E10-verträglich" sind, auch tatsächlich mit diesem Kraftstoff betankt werden und so positive Effekte für den Klimaschutz kurzfristig erzielt werden“, sagt Werner Steber, Geschäftsführer der Abteilung Werkstätten und Technik im ZDK. E10 steht bereits seit rund 10 Jahren an allen Tankstellen zur Verfügung und kann von den meisten der zugelassenen Kraftfahrzeuge mit Benzinmotor ohne Probleme verwendet werden. In der Regel können alle Fahrzeuge ab Baujahr November 2010 mit E10 betankt werden. Aber auch viele ältere Fahrzeuge vertragen E10. „Viele Autofahrer haben technische Bedenken bei E10, dabei ist die überwiegende Mehrheit der in Deutschland zugelassenen Benzin-Pkw vom Hersteller für E10 freigegeben. Außerdem ist E10 im Vergleich zu E5 Ottokraftstoff im Schnitt um 5 Cent je Liter günstiger. Und jeder einzelne kann durch das Tanken von E10 zum Klimaschutz beitragen. Jährlich könnten im Straßenverkehr bis zu 3 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart werden“, erklärt ADAC Technikpräsident Karsten Schulze.

Im Corona-Jahr 2020 war der E10-Absatz in Deutschland deutlich rückläufig, ihren Marktanteil konnte die Benzinsorte jedoch um 0,3 auf 14 Prozent im Vergleich zu 2019 steigern. Laut dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) wurden rund 2,27 Millionen Tonnen des stark alkoholhaltigen Sprits verkauft.

Durch den höheren Anteil an Bioethanol verursacht E10 weniger Treibhausgas-Emissionen als E5 und verringert den Verbrauch von fossilem Erdöl. Bioethanol wird aus Pflanzen gewonnen, die umweltverträglich angebaut werden. In der Kritik steht E10 wegen seiner zweifelhaften Umwelt- und Klimabilanz. Er wird aus Pflanzen wie Zuckerrüben oder Mais hergestellt. Für deren Anbau sind große Flächen erforderlich, die somit nicht für die Nahrungsmittelproduktion verfügbar sind. Zur Information der Verbraucher gibt der ZDK gemeinsam mit den beteiligten Verbänden den Flyer "E10 für mein Auto (k)ein Problem" heraus. In dem Flyer werden zahlreiche Fragen zu E10 beantwortet. (sh)

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