Anfang Oktober 2025 hatte Imperial Brands angekündigt, die Produktion in seinem von Reemtsma betriebenen Werk in Langenhagen bei Hannover einstellen zu wollen (wir berichteten). Die bevorzugte Lösung eines Verkaufs an Dritte wurde seither mit Hochdruck verfolgt. Trotz intensiver und konstruktiver Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten konnte letztlich jedoch keine für die Zukunft des Standorts tragfähige Einigung erzielt werden. Vor diesem Hintergrund hat sich Imperial Brands nun dazu entschieden, die Produktion am Standort Langenhagen bis ins Jahr 2027 hinein schrittweise zu schließen. Davon sind vor Ort aktuell noch rund 600 Beschäftigte betroffen, die heute im Rahmen einer Belegschaftsversammlung informiert wurden.
Sami Naffakh, Imperial Brands Chief Supply Chain Officer, kommentiert: "Wir haben in den vergangenen Monaten alle realistischen Optionen intensiv geprüft, um den Fortbestand des Standorts zu sichern. Dass diese Gespräche nun leider erfolglos geblieben sind, ist für uns alle sehr enttäuschend." Die Entscheidung, die Tabakproduktion in Deutschland einzustellen, sei nicht leichtfertig getroffen worden. Lauf Naffakh will Imperial Brands seine Mitarbeiter nun bestmöglich unterstützen. Es sollen sozialverträgliche Lösungen für alle betroffenen Mitarbeiter entwickelt werden. Über Details des Sozialplans sowie über konkrete Schritte der kommenden Werksschließung werden alle Mitarbeiter in Langenhagen nach Abschluss des Konsultationsprozesses im April umfassend informiert.
Das Werk in Langenhagen wurde 1971 in Betrieb genommen. Die Entscheidung zur Beendigung der dortigen Produktion ist das Ergebnis einer sorgfältigen Überprüfung des weltweiten Fertigungsnetzwerks von Imperial Brands. Grundlage dafür ist die konstant sinkende Auslastung globaler Produktionskapazitäten, bedingt durch langfristig rückläufige Produktionsmengen im klassischen Tabaksegment weltweit. Das Werk in Langenhagen ist besonders stark von hohen Produktionskosten und unzureichender Auslastung betroffen.