Mitten in Berlin: 17 Milliarden Euro aus Eis

03.09.2026 16:52 Uhr | Lesezeit: 2 min
Mitten in Berlin: 17 Milliarden Euro aus Eis
Die Einnahmen schmelzen.
© Foto: Christian Kruppa

Mit einer überdimensionalen Eis-Installation hat der BVTE auf die Folgen der Tabaksteuerpolitik aufmerksam gemacht. Trotz der zum Jahresbeginn erhöhten Tabaksteuer entwickeln sich die Einnahmen rückläufig.

17 Milliarden Euro aus Eis mitten in Berlin: Mit einer überdimensionalen Eis-Installation vor dem Brandenburger Tor hat der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) heute auf die Folgen der aktuellen Tabaksteuerpolitik aufmerksam gemacht. Die Botschaft der Aktion: Die Bundesregierung setzt bei der Tabaksteuer weiterhin auf steigende Einnahmen – doch die Realität sieht anders aus. Trotz der zum Jahresbeginn erhöhten Tabaksteuer entwickeln sich die Einnahmen rückläufig.

"Die Einnahmen schmelzen wie Eis in der Sonne. Die Bundesregierung kann nicht auf der einen Seite immer höhere Einnahmen erwarten und auf der anderen Seite die Auswirkungen steigender Preise und eines wachsenden Schwarzmarkts ausblenden", sagte Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des BVTE, bei der Aktion in Berlin.

Bereits heute ist der illegale Handel mit Tabakwaren präsent und wachsend. Je größer der Preisunterschied zwischen legalen und illegalen Produkten, desto attraktiver wird das Geschäft für Schmuggler und kriminelle Strukturen. Wer die Steuern immer weiter erhöht, ohne die Auswirkungen auf Preise, Konsumverhalten und Schwarzmarkt realistisch einzukalkulieren, riskiert daher, vor allem organisierter Kriminalität in die Hände zu spielen. Gleichzeitig verliert der Staat damit Steuereinnahmen.

Auch der Blick ins Ausland sollte der Bundesregierung eine Warnung sein. Großbritannien, Kanada, Australien und Frankreich kämpfen ebenfalls mit erheblichen Problemen durch illegalen Handel und große Preisunterschiede infolge hoher Tabaksteuern.

Der BVTE fordert die Bundesregierung deshalb auf, ihre Pläne für weitere Tabaksteuererhöhungen zu überdenken und die tatsächlichen Folgen ihrer Steuerpolitik ernst zu nehmen. Wer die Steuerschraube immer weiter anzieht, obwohl die Einnahmen bereits sichtbar zurückgehen und der illegale Handel wächst, handelt finanzpolitisch fahrlässig.

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