Der BTG /Bundesverband Tankstellen und gewerbliche Autowäsche Deutschland) wendet sich mit einem Schreiben an die Bundesregierung. Der Verband versucht, Katherina Reiche davon zu überzeugen, die 12-Uhr-Regel zu ändern. Statt mittags soll der Preis, wenn schon so gewollt, um Mitternacht ansteigen. Der BTG erklärt dazu:
"Die hohen Spritpreise belasten sowohl die Verbraucher als auch die Tankstellenbetreiber extrem. Die Tankstellenbetreiber beklagen, dass völlig zu Unrecht ihnen die hohen Kraftstoffpreise angelastet und sie und ihre Mitarbeiter dementsprechend unfreundlich von einigen Kunden angegangen werden. Dabei haben weder Mitarbeiter noch Tankstellenbetreiber irgendeinen Einfluss auf die Kraftstoffpreise. Vor allem verdienen sie auch keinen Cent mehr, egal wie hoch der Kraftstoffpreis klettert.
Das Maßnahmepaket der Bundesregierung bestand u.a. aus der Einführung der 12-Uhr-Regel. Dabei war schon aus Österreich bekannt, dass eine solche Regelung letzten Endes zur weiteren Steigerung des durchschnittlichen Kraftstoffpreises führt. Und genau das ist auch passiert. Der durchschnittliche Kraftstoffpreis ist noch weiter gestiegen.
Hinzu kommt, dass in der Zeit von 10 bis 12 Uhr die Tankstelle voll ist und die Kassierer kaum nachkommen. Von 12 bis 14 Uhr sind die Tankstellen wie leergefegt. Verständlich einerseits. Andererseits entgeht vielen Tankstellen so auch das ansonsten übliche Mittagsgeschäft. Denn viele Kunden, die sonst mittags tanken, nehmen einen Snack, eine Zeitschrift, Zigaretten oder Ähnliches mit.
Wenn man schon unbedingt eine Preisumstellung um 12 Uhr möchte, warum dann nicht um Mitternacht? Dann hat auch die arbeitende Bevölkerung die Möglichkeit, zu einer Zeit zu tanken, zu der der Kraftstoffpreis recht günstig ist, nämlich nach Feierabend am frühen Abend. Um Mitternacht finden wenig Tankungen statt, die Tankstellenpreise können problemlos umgestellt werden. Mittags ist dies technisch nicht möglich, da eine Preisänderung während eines laufenden Tankvorgangs nicht möglich ist. Eine Lösung für viele Probleme also.
Vor allem aber sollte die Regierung endlich dazu beitragen, dass die Kraftstoffpreise gesenkt werden, zum Beispiel durch einen erneuten Tankrabatt, durch Aussetzung oder Kürzung der Mineralölsteuer, durch Kürzung oder Aussetzung der Umsatzsteuer auf Kraftstoffe und vor allem durch die Rücknahme der CO2-Steuer.
Aus diesen Gründen hat sich der BTG mit dem aus der Anlage ersichtlichen Schreiben an die Bundesregierung gewendet. Hoffen wir mal, dass nun echte Maßnahmen zur Entlastung folgen."
Das vollständige Schreiben steht zum Download bereit.
- Schreiben des BTG an Katherina Reiche (1.9 MB, PDF)