Der illegale Handel mit Vapes hat sich in Deutschland zu einem massiven Problem entwickelt. Nahezu jede zweite konsumierte Einweg-E-Zigarette stammt (laut einer Fraunhofer-IIS-Studie von 2026) vom Schwarzmarkt, genügt häufig nicht gesetzlichen Vorgaben und gefährdet Verbraucher. Trotz Verbot werden illegale Vapes teils offen oder unter der Ladentheke in vielen Verkaufsstellen angeboten und ohne Alterskontrollen auch an Minderjährige abgegeben.
Die unzufriedenstellende Durchsetzung der Verbraucher- und Jugendschutzvorgaben liegt laut BVTE u.a. daran, dass die Marktüberwachung auf mehrere hundert Behörden bundesweit verteilt ist. Dadurch werden Verstöße oft nicht konsequent verfolgt.
Zum Weltnichtrauchertag (31. Mai) erweitert der BVTE (Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse) sein Meldeportal vape-kontrolle.de um ein weiteres Bundesland: Ab sofort können Bürger nicht nur in Hamburg und Berlin, sondern auch in Bremen Verstöße gegen den Jugendschutz sowie den Handel mit illegalen Einweg-E-Zigaretten unkompliziert melden. Die Hinweise werden automatisch an die zuständigen Behörden weitergeleitet.
Merkmale illegaler Vapes
Das Portal informiert zudem über typische Merkmale illegaler Vapes, etwa
- unzulässige Tankgrößen,
- überhöhte Nikotingehalte oder
- fehlende Steuerzeichen.
Schrittweise sollen weitere Bundesländer folgen, als nächstes das Saarland. Ziel ist die Unterstützung der zuständigen Behörden bei der Ahndung von Verstößen, um damit den illegalen Handel wirksam zu bekämpfen und die Abgabe von Tabak- und Nikotinprodukten an Minderjährige zu unterbinden.