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Veranstaltungstipp: Tabakmesse Intertabac in Dortmund

In den Hallen 4 bis 8 ­finden Messebesucher weiterhin die Aussteller traditioneller Produkte.
© Foto: Messe Westfalenhalle Dortmund

Neben neuen Produkten aus dem Bereich Tabakwaren und Raucherbedarf bietet die Intertabac erstmals Raum für Next Generation Products (NGP) wie E-Zigaretten und Liquids.


Datum:
04.09.2018
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Next Generation Products (NGP) wie E-Zigaretten, Liquids und Heat-not-Burn-Produkte stehen zunehmend im Mittelpunkt des Brancheninteresses. Neben Start-ups haben viele große Konzerne das Thema für sich entdeckt und erweitern ihr klassisches Tabakangebot um NGP (siehe Kasten). Auch die internationale Fach­messe Intertabac in Dortmund greift die Entwicklung in diesem Jahr erstmalig auf, indem sie den Anbietern in drei zusammenhängenden Hallen eine repräsentative Plattform für ihre Neuheiten bietet.

Wie gewohnt zeigen dagegen die Aussteller von Zigarren und Zigarillos, Pfeifen und Tabak, Zigaretten, Zigarettenpapier und Raucherbedarf ihr Angebot in den Hallen 4 bis 8. Hier sind zudem die Stände zu den Themen Ladeneinrichtungen, Kassensysteme und Zusatzsortimente zu finden, die dem Handel neue Anregungen für den Vertriebsalltag geben sollen.

Größere Verpackungen

Als Trends im klassischen Tabakbereich machen die Hersteller auf Anfrage von Sprit+ folgende Themen aus: Pöschl beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Umstellung von Rund- auf Rechteckdosen, die sich durch die gesamte Produktpalette zieht. Die Tabakriesen Reemtsma und JTI sehen den Trend zu Großformaten weiterhin ungebrochen. Die zunehmende Preissensibilität der Konsumenten über alle Kategorien hinweg führten insbesondere im Kanal Tankstelle zu Angeboten mit attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnissen sowohl im Bereich Zigarette als auch im Feinschnittbereich.

Weitgehend unberührt vom Trend der E-Zigaretten und Tabakerhitzer sieht sich Villiger mit den Kategorien Zigarren und Zigarillos. Gerade für den Absatzkanal Tankstelle stellen die Zigarillos ein ertragsstarkes Segment dar, das kaufkräftige Konsumenten anspreche, ist das Unternehmen überzeugt. Konsequenterweise hat sich die Villiger-Gruppe dazu entschieden, weiterhin mit den klassischen Tabakprodukten im Segment der Genuss­produkte zu gehen.

Neben den Produktneuheiten beschäftigt die Tabakbranche auch das ­Thema Track and Trace. Dabei fordert der Gesetzgeber ein System zur Überwachung aller Produktionsstätten und Handels­stufen – von der Zigarettenmaschine bis zum Kiosk oder der Tankstelle. Der Ball liegt aktuell bei der Bundesregierung, die einen Referentenentwurf erstellt hat, der am 4. Juli 2018 im Kabinett beschlossen wurde. Die Bundesregierung und Bundesländer haben jedoch noch unterschied­liche Auffassungen, wer die Kosten trägt. Umgesetzt werden muss das System bis zum 20. Mai 2019.

Das nächste Bürokratiemonster

Track and Trace bedeutet für herstellende Unternehmen zunächst einmal eine ­Masse an zusätzlicher Bürokratie und ­technischen Anforderungen, heißt es von Reemtsma. Und auch für den Händler führe dies zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand. Allerdings seien den Herstellern im Moment die Hände gebunden, da ohne entsprechendes Gesetz keine Testphase initiiert werden könne. Gleichzeitig müssen die Maschinen umgerüstet werden, was zeitaufwendig ist, weil nicht viele Anbieter am Markt vorhanden sind.

Wie genau die Auswirkungen von Track and Trace im kommenden Jahr aussehen werden, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen, heißt es auch von Pöschl. Der Mittelständler geht davon aus, dass die Vorgaben insgesamt zu Lasten der Markenvielfalt und kleineren und mittelständischen Unternehmen geht, „da Kosten und Nutzen in keinem vernünftigen Verhältnis stehen“. Das Unternehmen ist daher der Ansicht, dass die komplexen Maßnahmen der TPD2 am Ziel vorbeigehen und sie am Ende ein überteuertes Bürokratiemonster ist.

Außenwerbung abschaffen?

Ein weiteres Thema, das JTI am Herzen liegt, ist die Außenplakatwerbung. Hierbei handelt es sich um den letzten verbliebenen Kommunikationskanal der Branche. Derzeit fordern jedoch vereinzelt Stimmen in der Politik, das Recht auf Werbung zu verbieten. Das Unternehmen befürchtet, dass Wettbewerbsanteile zementiert werden, der Markt einfriere und Produkt­neuheiten ausblieben. Unabhängig davon, welche Konsequenzen ein drohendes Werbeverbot mit sich bringt, sei JTI in jedem Falle davon überzeugt, dass vor allem Aufklärung ein probates Mittel für den Jugendschutz ist.

(Autorin: Annika Beyer; Der Artikel erschien in Sprit+ Ausgabe 9/2018.)

Intertabac
Datum: 21. bis 23. September 2018
Ort: Messe Dortmund
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag: 10 bis 18 Uhr; Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Eintrittspreise: Tageskarte 10 Euro, Dauerkarte 36 Euro
www.intertabac.de

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