Tanken: Spritpreise nähern sich dem Vorkriegsniveau

16.06.2026 18:13 Uhr | Lesezeit: 2 min
«Günstig Tanken» steht auf einer Anzeigetafel mit den aktuellen Spritpreisen an einer Tankstelle im Landkreis Alzey-Worms. Die Einigung auf eine Waffenruhe im Iran gibt Hoffnung in Sachen Spritpreis. Foto: Andreas Arnold/dpa
Die Spritpreise sinken nach der Einigung zum Iran-Krieg.
© Foto: Andreas Arnold / dpa

Die sinkenden Ölpreise kommen nach und nach an den Zapfsäulen an. In zwei Wochen droht allerdings ein Preissprung.

Die Spritpreise sinken nach der Einigung zum Iran-Krieg und nähern sich langsam wieder den Werten vor Kriegsbeginn an. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 0,9 Cent auf 1,868 Euro. 

Damit war Diesel am Montag nur noch 7 Cent pro Liter teurer als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, E10 um 9 Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern sind das 3,50 beziehungsweise 4,50 Euro. In der Spitze hatte Diesel sich in der Krise um mehr als 70 Cent pro Liter verteuert, E10 um mehr als 40 Cent. 

Am Dienstag geht es weiter nach unten

Zudem deuten auch die Zahlen vom Dienstagmorgen auf weiter sinkende Preise hin: Um 8.45 Uhr kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 1,764 Euro - 2,1 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Ein Liter E10 kostete 1,826 Euro. Das sind 1,6 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. 

Die Momentaufnahme vom Dienstag ist zwar ein Indiz für die weitere Preisentwicklung, der Tagesdurchschnitt kann aber deutlich von ihr abweichen. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel ist Sprit am Morgen und Vormittag typischerweise eher billig. Mittags machen die Preise dann einen starken Sprung nach oben und werden im Verlauf des Nachmittags wieder günstiger. 

Zuletzt sind die Ölpreise deutlich gesunken - auch weil die Zeichen im Nahen Osten auf Entspannung stehen. Der ADAC hatte allerdings moniert, dass dies nur langsam bei den Verbrauchern ankomme.

In zwei Wochen kommt der Preissprung

Dass die Spritpreise inzwischen wieder ihren Vorkriegsniveaus nahe kommen, liegt aber auch am Tankrabatt der Bundesregierung, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent gesenkt hat. Er gilt nur noch bis zum Ende des Monats und soll nicht verlängert werden. Dann drohen Autofahrern wieder höhere Preise. Immerhin blieb zumindest Diesel ausgehend vom Montagspreis auch ohne den Steuerrabatt unter 2 Euro pro Liter. Sollte der Preistrend der vergangenen Tage anhalten, könnte dies auch für E10 der Fall sein.

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