Koalition einig: Tankrabatt läuft Ende Juni aus

11.06.2026 07:40 Uhr | Lesezeit: 1 min
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Laut Ifo-Auswertung profitieren vom Tankrabatt vor allem Vielfahrer und Besitzer von Autos mit hohem Verbrauch.
© Foto: dpa/Robert Michael

Warum der sogenannte Tankrabatt wie geplant Ende Juni ausläuft.

Der Tankrabatt gilt seit dem 1. Mai. Die Steuersenkung soll an der Tankstelle Entlastung von den stark gestiegenen Spritpreisen bringen. Die Koalition hatte die Spritsteuer um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Verlängert wird der Rabatt nicht. Das sei finanzpolitisch nicht sinnvoll. "Wir können es uns in der aktuellen Lage nicht leisten, Schulden dafür aufzunehmen", sagt Unions-Fraktions-Vize Sepp Müller. 

Die Mineralölkonzerne haben die Steuererleichterung nach Berechnung des Ifo-Instituts zum großen Teil an die Autofahrer weitergegeben. Ein Teil der vom Bund eingesetzten rund 1,6 Milliarden Euro Steuermittel verbleibt jedoch bei den Konzernen, wie das Institut mitteilte. Ein Sprecher des Mineralölverbands Fuels und Energie sagte dagegen in der "Rheinischen Post" (Donnerstag): "Die Tankstellen haben von Anfang an die Steuersenkung auf Benzin und Diesel in voller Höhe an die Tankkundschaft weitergegeben und werden dies bis zum Ende der Laufzeit ebenso tun."

Laut Ifo-Auswertung profitieren vom Tankrabatt vor allem Vielfahrer und Besitzer von Autos mit hohem Verbrauch. Eine zielgenaue Hilfe für Pendlern mit niedrigem Einkommen ist er nach Einschätzung des Ifo-Instituts nicht. Die niedrigeren Spritpreise führen nach Einschätzung demnach auch dazu, dass die Autofahrer trotz tatsächlicher Knappheit weniger Anreiz zum Spritsparen haben. 


Durchschnittliche Preise

Die Autofahrer mussten nach ADAC-Angaben im Mai für einen Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 1,983 Euro bezahlen, vor dem Tankrabatt lag der Wert im April noch bei 2,109 Euro und damit knapp 13 Cent höher.

Bei Diesel ist der Unterschied zwischen April und Mai noch deutlicher. Der Dieselpreis pro Liter lag im Mai bei 1,991 Euro. Das ist ein Minus von 27 Cent zum April.



Wie sich die Spritpreise ab 1. Juli entwickeln, ist offen. Neben Steuern und Abgaben kommt es auf die Entwicklung der Ölpreise an. Ändere sich die Lage ab 1. Juli "dramatisch", könne man "schnell reagieren", so Müller. Bestimmte Maßnahmen oder eine Preisgrenze nannte er nicht, aber er wolle das Kartellrecht verschärfen. Ziel sei: "Den Markt aufräumen und mehr Transparenz schaffen."

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