Leichte Entspannung: Spritpreise sinken um rund 3 Cent

09.04.2026 09:36 Uhr | Lesezeit: 2 min
Preismast
Experten gehen davon aus, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Auswirkungen vollständig an den Tankstellen ankommen.
© Foto: Stadtratte/Gettyimages

Der Absturz der Ölpreise kommt zumindest teilweise an der Zapfsäule an und der Dieselpreis sinkt zum ersten Mal seit fast zwei Wochen.

Zum ersten Mal seit fast zwei Wochen sind sowohl Superbenzin der Sorte E10 als auch Diesel deutlich günstiger geworden. Der Preis für einen Liter E10 lag nach Daten des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitts des Mittwochs bei 2,155 Euro. Das waren 3,3 Cent weniger als am Vortag. Bei Diesel ging es um 2,8 Cent auf 2,419 Euro nach unten. Das war der erste Rückgang nach zwölf Anstiegen in Folge. Benzin hatte sich bereits am Dienstag minimal vergünstigt. 

Der Rückgang an der Zapfsäule folgt auf einen sehr viel stärkeren Absturz der Ölpreise am Mittwoch, nachdem sich die Situation im Nahen Osten entspannt hatte. Experten gehen davon aus, dass es einige Zeit dauern kann, bis die Auswirkungen vollständig an den Tankstellen ankommen. 

Auch aus früheren Krisen ist dieser sogenannte Rakete-und-Feder-Effekt bekannt: Einem schnellen, starken Preisanstieg folgt ein nur langsamer Rückgang. Der Spielraum für Senkungen ist am Donnerstagmorgen allerdings zunächst wieder etwas kleiner geworden, da der Ölpreis wieder gestiegen ist.

Insgesamt ist Tanken derzeit sehr viel teurer als vor Kriegsausbruch. Bei E10 sind es rund 38 Cent, bei Diesel etwa 67 Cent. Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung gegen die steigenden Spritpreise haben bisher keine durchschlagende Wirkung gezeigt.

Benzinpreis stieg zuletzt deutlich schneller als bei Nachbarn

Im Gegenteil: Daten der EU-Kommission, die die dpa ausgewertet hat, zeigen, dass der Benzinpreis in Deutschland zuletzt deutlich schneller gestiegen ist als in den EU-Nachbarländern. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom vorletzten zum vergangenen Montag, umfassen also auch mehrere Tage an denen die neue 12-Uhr-Regel galt, nach der die Preise nur noch einmal täglich zur Mittagszeit erhöht werden dürfen.

Kritiker der neuen Regel hatten bereits im Vorfeld davor gewarnt, dass sie die Preise antreiben statt senken könnte. Ob dies der Fall ist, lässt sich aus den Daten allerdings nicht klar ablesen. Zudem ergaben sich beim Dieselpreis keine klaren Auffälligkeiten.

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