Wegen hoher Rohstoffkosten verschärft Unilever seinen Sparkurs. Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern (Knorr, Dove, Axe, Langnese) steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal zwar um 7 Prozent auf knapp 10,9 Milliarden Euro, berichtete das Unternehmen am Donnerstag. Gegenwind spürt der Hersteller vor allem aber von den steigenden Rohstoffkosten, der schwachen Konsumentenstimmung sowie dem hohen Wettbewerbsdruck. Die Aktie reagierte zeitweilig mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent. Um die hohen Rohstoffkosten auszugleichen, habe Unilever die Preise angehoben und verschärfe seine Sparanstrengungen, erklärte Unternehmenschef Paul Polman. Im laufenden Jahr sollen nun rund 1,3 Milliarden Euro eingespart werden. Im ersten Quartal hätten alle Geschäftsfelder zum Wachstum beigetragen. Besonders stark entwickelten sich die Schwellenländer. Der Markt in Westeuropa zeigte sich dagegen schwach, hieß es. Ertragszahlen wurden noch nicht mitgeteilt. (dpa/kak)
Konsumgüterherstellung: Unilever will sparen
Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern macht zwar mehr Umsatz, sieht sich aber aufgrund von Rohstoffkosten, Konsumentenzurückhaltung und Wettbewerbsdruck zum Sparen gezwungen.