Iran-Krieg: Auch Bahrains Öl- und Gaskonzern erklärt "höhere Gewalt"

09.03.2026 09:54 Uhr | Lesezeit: 1 min
Wolkenkratzer in Bahrain
Wolkenkratzer in Bahrain.
© Foto: Irina/Pixabay

Der Iran-Krieg hat die Energiepreise auf dem europäischen Markt bereits stark in die Höhe getrieben. Nach Katar lässt sich nun auch Bahrain von seinen Lieferpflichten entbinden.

Nach Angriffen auf seine Ölanlagen zieht nach dem Förderland Katar auch Bahrain Konsequenzen aus dem Iran-Krieg. Das staatliche Öl- und Gasunternehmen Bapco Energies rief für seine Lieferungen den Zustand der "höheren Gewalt" (Force Majeure) aus. Diese Erklärung entbindet einen Vertragspartner rechtlich von seinen Lieferpflichten. Als Grund würde der "jüngste Angriff" auf eine Raffinerie im Land genannt. Alle örtlichen Märkte seien aber versorgt und die Nachfrage ohne Beeinträchtigungen gedeckt.

Die Ankündigung folgt auf einen erneuten iranischen Angriff auf die Ölanlage Maameer. Der Iran griff diese nach offiziellen Angaben in Bahrain gezielt an und verursachte dabei einen Brand und Schäden.

Opfer habe es nicht gegeben. Ein ähnlicher Angriff mit einem Brand ereignete sich an der Anlange schon vor mehreren Tagen. Videos des jüngsten Angriffs zeigten einen schweren Brand und Rauchwolken.

Auch Katar hat den Zustand der "höheren Gewalt" ausgerufen. Katar ist einer der größten Produzenten von Flüssigerdgas und deckt ungefähr ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Seit etwa einer Woche sind Exporte von LNG-Flüssiggas aus dem arabischen Land infolge des Iran-Kriegs gestoppt.


Welche Rolle Bahrain spielt

Bahrain ist unter den Golfstaaten der kleinste Ölproduzent, ist aber Teil des Ölförderverbunds Opec+. Das kleine Königreich bezieht seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft von zwei Ölfeldern im Land. 



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