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Jahresbericht: Kraftstoffpreisentwicklung 2018

Autobahntankstellen waren im bundesweiten Mittel rund 15 Cent pro Liter teurer als andere Tankstellen. Autohöfe waren nur leicht teurer als andere Straßentankstellen.
© Foto: Karin & Uwe Annas / Fotolia.com

Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2018 der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im Überblick.


Datum:
15.04.2019
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Das Bundeskartellamt hat am 12. April 2019 seinen aktuellen Jahresbericht zur Tätigkeit der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe veröffentlicht. Das sind die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Es bestehen weiterhin erhebliche Preisunterschiede im Verlauf eines Tages: Zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Kraftstoffpreis innerhalb einer Stadt können im Tagesverlauf Unterschiede von bis zu 20 Cent pro Liter bestehen, in Einzelfällen sogar noch größere. Zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Kraftstoffpreis an ein und derselben Tankstelle sind jeden Tag Unterschiede von rund zehn Cent pro Liter zu beobachten, in der Stadt wie auf dem Land.
  • Tendenziell waren die Preise auch 2018 nach wie vor morgens am höchsten und am Abend am günstigsten.
  • Bis zu der aktuellen Änderung stellte sich das tägliche Preissetzungsmuster im vergangenen Jahr wie folgt dar: Täglich wurden die Preise durchschnittlich zu vier verschiedenen Zeiten im Verlauf von 24 Stunden angehoben, nämlich am frühen Morgen (ab ca. 6 Uhr), mittags (ab ca. 12 Uhr), am Nachmittag (ab ca. 17 Uhr) sowie am späteren Abend (ab ca. 22 Uhr). Dazwischen fielen die Preise immer wieder.
  • Die relative Preisposition der verschiedenen Tankstellen zueinander ist recht stabil. „Günstige“ Tankstellen blieben meist relativ günstig. „Teure“ Tankstellen blieben meist relativ teuer.
  • An Autobahntankstellen lagen die Preise weiterhin erheblich über denen an Tankstellen an anderen Standorten. Autobahntankstellen waren im bundesweiten Mittel rund 15 Cent pro Liter teurer als andere Tankstellen.
  • Erstmals eingehender ausgewertet wurden die Preise der in unmittelbarer Autobahnnähe liegenden Autohöfe. Diese waren im Schnitt deutlich günstiger als Autobahntankstellen (weit mehr als 10 Cent pro Liter) und leicht teurer als andere Straßentankstellen (wenige Cent pro Liter).
  • Zwischen den verschiedenen Regionen Deutschlands gab es in der ersten Jahreshälfte 2018 wie in den Vorjahren nur geringe Preisunterschiede. Insbesondere im Oktober und November 2018 waren die durchschnittlichen Kraftstoffpreise im Süden Deutschlands aber deutlich höher als im Norden (in Extremfällen um die 20 Cent pro Liter). In Branchenkreisen wurde insbesondere auf Transportprobleme aufgrund des Niedrigwassers des Rheins im Spätsommer und Herbst sowie den Raffineriebrand in Vohburg bei Ingolstadt verwiesen. Die zuletzt beobachteten Preisunterschiede entsprachen in groben Zügen wieder den für die erste Jahreshälfte 2018 beobachteten.
  • Die durchschnittlichen Kraftstoffpreise verliefen in 2018 wie in den Vorjahren zunächst weitgehend parallel zum Rohölpreis. Insbesondere im Oktober und November war der Abstand zum Rohölpreis jedoch besonders groß. Auch für diese Entwicklung wurden in Branchenkreisen das Rheinniedrigwasser und der Raffineriebrand in Vohburg verantwortlich gemacht. Bis Ende letzten Jahres verringerte sich aber auch dieser Abstand wieder. Zuletzt war er lediglich mit Einschränkungen für den Diesel nur noch etwa so groß wie Anfang 2018.
  • Auch im Jahr 2018 waren für Ostern und Pfingsten keine auffällig erhöhten Kraftstoffpreise zu beobachten.

Hintergrund:

Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe erfasst die Preisdaten von mehr als 14.750 Tankstellen in Deutschland. Für den Bericht wurden in erster Linie die deutschlandweiten Kraftstoffpreise (E5, E10 und Diesel) für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 ausgewertet. Die Markttransparenzstelle bietet selbst keine Preisinformationen für Bürger in Echtzeit an, leitet die an sie gemeldeten Preisänderungen aber in kürzester Zeit an Verbraucher-Informationsdienste weiter. Die Informationen können die Autofahrer dann bei einer Vielzahl von Anbietern online und über Handy-Apps abrufen.

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