Die beliebtesten Produkte beim Tankstopp sind Kaffee und andere Heißgetränke: 61 Prozent der Befragten kaufen sie typischerweise an der Tankstelle. Kaltgetränke folgen mit 44 Prozent, belegte Brötchen, Sandwiches oder Wraps mit 39 Prozent. Süße Snacks kaufen 25 Prozent, warme Snacks wie Hotdogs oder Bockwurst 23 Prozent der Befragten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von HEM, die im September mit 1.083 Erwachsenen durchgeführt wurde.
Was morgens, mittags und abends gefragt ist
Die Vorlieben unterscheiden sich deutlich je nach Tageszeit. Am Morgen stehen Heißgetränke mit 54 Prozent klar an erster Stelle, 19 Prozent greifen zu belegten Brötchen, Sandwiches oder Wraps, während Kaltgetränke mit acht Prozent eine deutlich kleinere Rolle spielen. Zur Mittagszeit verschiebt sich das Bild. Belegte Brötchen, Sandwiches oder Wraps liegen mit 24 Prozent vorn, dicht gefolgt von warmen Snacks mit 21 Prozent und Kaltgetränken mit 19 Prozent. Abends und nachts werden Kaltgetränke mit 34 Prozent zur beliebtesten Wahl. 21 Prozent kaufen zu dieser Tageszeit normalerweise nichts zu essen oder zu trinken, während Heißgetränke von 14 Prozent und warme Snacks von elf Prozent bevorzugt werden.
Eine Frage des Geschmacks
Beim Snackkauf an der Tankstelle kommt es den Befragten vor allem auf guten Geschmack (53 Prozent) und eine schnelle Verfügbarkeit (51 Prozent) an. Auch eine frische Zubereitung spielt für 40 Prozent eine Rolle, knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) achtet auf eine große Auswahl.
Noch deutlicher wird die Bedeutung von Frische beim Bistroangebot: Für 95 Prozent der Befragten ist die Frische der Speisen wichtig, 64 Prozent halten sie sogar für sehr wichtig. Für lediglich 29 Prozent der Befragten geht es bei einem Tankstopp ausschließlich ums Tanken. 39 Prozent nutzen die Gelegenheit, um Snacks oder Getränke für unterwegs zu kaufen, 18 Prozent suchen die Toilette auf und weitere 14 Prozent nutzen das Bistroangebot, um eine kleine Fahrpause einzulegen.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis in Tankstellenbistros zeigt sich ein gemischtes Bild: 46 Prozent bewerten es als eher gut, weitere zehn Prozent sogar als sehr gut. Für 33 Prozent ist das Verhältnis von Preis und Leistung eher schlecht, fünf Prozent bewerten es als sehr schlecht.
Preisgrenze hängt von der Tageszeit ab
Wie viel ein gutes Angebot kosten darf, hängt auch von der Tageszeit ab. Für ein Frühstück, beispielsweise bestehend aus Brötchen und Kaffee, würden 52 Prozent fünf bis sechs Euro bezahlen. Ein Drittel setzt seine Preisgrenze bei unter fünf Euro an. Beim Mittag- oder Abendangebot liegt die angegebene Zahlungsbereitschaft höher: 49 Prozent würden beispielsweise für eine Pizza mit einem 0,5-Liter-Softdrink zehn bis zwölf Euro bezahlen, 39 Prozent weniger als zehn Euro.
Auch digitale Vorteilsangebote können den Snackkauf attraktiver machen. 23 Prozent nutzen bereits regelmäßig Tankstellen-Apps oder Coupons für Rabatte auf Snacks und Getränke, weitere 22 Prozent gelegentlich. Besonders gefragt sind direkte Preisvorteile: 62 Prozent der Befragten würden eine Tankstellen-App, Kundenkarte oder Kaffee-Treuekarte nutzen, wenn sie dadurch Rabatte auf Kaffee, Snacks oder Speisen erhalten.
Mehr Brötchen und Sandwiches bitte
Bei der Frage, was im Tankstellen-Bistro zusätzlich angeboten werden sollte, steht vor allem mehr Vielfalt bei bereits bekannten Produkten im Vordergrund. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) wünscht sich eine größere Auswahl an frisch belegten Brötchen und Sandwiches. 19 Prozent hätten gerne mehr gesunde Snacks und 17 Prozent eine größere Variation an warmen Speisen. Gleichzeitig geben 32 Prozent an, aktuell nichts im Tankstellen-Bistro zu vermissen.
Besonders ausgefallen muss das Angebot für viele nicht sein. In den offenen Antworten werden vor allem klassische Wünsche wie Pizza, Burger und Hotdogs genannt. Einzelne Befragte wünschen sich außerdem frischere oder vegane Alternativen, etwa ein vegan belegtes Brötchen. Ein anderer bringt den Wunsch nach unkompliziertem Essen mit einer "Tüte Pommes" auf den Punkt.