Erhöht den Preisdruck: Dudenhöffer rechnet mit weiterem Tankstellensterben

16.04.2012 08:43 Uhr
Ferdinand Dudenhöffer, Professor im Fachgebiet Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universitaet Duisburg-Essen.
Ferdinand Dudenhöffer.
© Foto: Focke Strangmann/dapd

Schon heute gebe es kaum noch "Einödtankstellen mit nur zwei Zapfsäulen und einem kleinen Kiosk". An Bedeutung zulegen werden dagegen die Markführer Aral und Shell.

In Deutschland wird es nach Einschätzung des Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer in den kommenden Jahren ein massives Tankstellensterben geben - zu Lasten des Wettbewerbs.

"Bestand der Tankstellen in Deutschland von jetzt 15.000 wird bis 2020 um weitere 2.000 sinken" prophezeit Ferdinand Dudenhöffer, in der "Wirtschaftswoche". Insbesondere die beiden Marktführer Aral und Shell würden noch an Bedeutung zulegen, meint der Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Sie unterhalten große, moderne und umsatzstarke Tankstellen. "Einödstandorte mit nur zwei Zapfsäulen und einem kleinen Kiosk gibt es kaum noch", sagte Dudenhöffer. Die zunehmende Konzentration werde den Preisdruck noch verschärfen.

Nach einer kürzlich vorgestellten Marktanalyse der Ratingagentur Scope im Auftrag der Freien Tankstellen ist die Marktbereinigung hingegen weitgehend abgeschlossen. Deutschland gehöre im europäischen Vergleich schon zu den Ländern mit der geringsten Tankstellendichte und dem effizientesten Netz, hieß es in der Studie.

In Deutschland gibt es nach einer Statistik des Hamburger Energie Informationsdienstes EID rund 14.437 Straßentankstellen (Stand: 1. Januar 2012). Hinzu kommen 350 Tankstellen an den Autobahnen. Größte Kette ist Aral mit 2.391 Stationen, gefolgt von Shell mit .2088 Stationen. (dpa/beg)

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