Der Bundesverband freier Tankstellen (bft) begrüßt die vom Bundesministerium für Verkehr gestartete Marktkonsultation zur Förderung von strombasiertem erneuerbarem Kerosin (eSAF). Die geplanten Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro senden ein wichtiges Signal für den Hochlauf klimafreundlicher Kraftstoffe und für mehr Versorgungssicherheit in Europa.
Gleichzeitig zeigt sich der bft erstaunt darüber, dass erneuerbare synthetische Kraftstoffe für den Straßenverkehr im Rahmen der Konsultation offenbar keine Rolle spielen. Angesichts von rund 44 Millionen Bestands-Pkw mit Verbrennungsmotor in Deutschland braucht es technologieoffene Lösungen für den Klimaschutz im Verkehr – dazu gehören laut bft ausdrücklich auch E-Fuels für den Straßenverkehr. "Wenn die Politik den Markthochlauf von eSAF fördert, darf sie E-Fuels für Pkw und Nutzfahrzeuge nicht ausblenden. Klimaschutz im Verkehr gelingt nur mit einem technologieoffenen Ansatz und mit Lösungen für den Fahrzeugbestand", erklärt der bft.
Der mittelständische Tankstellenmarkt hat bereits gezeigt, dass er alternative Kraftstoffe erfolgreich in den Markt bringen kann. So waren bft-Mitglieder Vorreiter bei der Einführung des klimafreundlichen Dieselersatzes HVO100, der bis zu 90 Prozent weniger CO2-Neuemissionen verursacht. Der bft fordert daher, bestehende Infrastruktur und den Fahrzeugbestand stärker in die Klimaschutzstrategie einzubeziehen und die Förderung erneuerbarer Kraftstoffe nicht allein auf die Luftfahrt zu beschränken.