Freitag, 23.10.2020
12.06.2020
   

Ladesäulen neben Zapfsäulen

Schnelllader EnBW Shell

Schnellader wie dieser soll es künftig an allen Tankstellen geben.

Tankstellen müssen Strom verkaufen

Aral, Shell und Co. sollen beim Ausbau der Elektro-Infrastruktur helfen. Künftig werden die Stationen daher auch für E-Autofahrer interessant.

Neben Benzin und Diesel müssen alle deutschen Tankstellen künftig auch Strom für Elektroautos anbieten. Die Einführung einer entsprechenden Versorgungsauflage hat die Bundesregierung nun im Rahmen des Corona-Hilfspakets beschlossen. Details sind allerdings noch weitgehend unklar: So ist in dem Papier des Koalitionsausschusses weder von der Zahl noch der Art der Ladepunkte eine Rede.

Für Tankstellen sehen Experten schon seit längerem eine zentrale Rolle im Aufbau der E-Auto-Infrastruktur vor. Bislang ist die Errichtung allerdings freiwillig. Unter anderem haben Shell und Star bereits erste Schnellader auf ihren Anlagen eröffnet. Die schnellen Säulen mit Ladeleistungen bis zu 100 kWh sind relativ teuer, füllen gängige E-Auto-Akkus aber im Idealfall in rund einer halben Stunde.

Die deutlich günstigere Alternative sind normale AC-Ladesäulen, an denen man mehrere Stunden warten müsste. Solche Anlagen wären allenfalls in Städten sinnvoll, wo etwa Anwohner über Nacht laden könnten. Unklar ist auch, wer die Installation zahlen soll; in Frage kommen unter anderem Tankstellenpächter, Mineralölkonzerne oder die öffentliche Hand.

Bundesweit existieren aktuell rund 14.500 Tankstellen. Würden alle mit mindestens einem Ladepunkt ausgerüstet, würde die Zahl der öffentlichen Stecker für E-Autos von derzeit rund 30.000 auf rund 45.000 steigen. Von dem im Klimaschutzprogramm formulierten Ziel von einer Million Ladesäulen bis 2030 wäre man allerdings weiterhin deutlich entfernt. Die Bundesregierung plant daher parallel den intensiveren Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur, zum Beispiel bei Kitas, Krankenhäusern, Stadtteilzentren und Sportplätzen. Zudem wird laut dem Koalitionspapier geprüft, ob die Errichtung von Schnellladesäulen als Dekarbonisierungsmaßnahme der Mineralölwirtschaft behandelt werden kann. (SP-X)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Eine Elektroladesäule bei Shell.
23.10.2020

Online-Fachtagung

„Die Tankstelle der Zukunft - so gelingt Ihr Einstieg in die Elektromobilität“

Was bedeutet die elektrische Mobilitätswende für Tankstellen und Rasthöfe? Diese Frage will Adler Smart Solutions am 19- November im Rahmen einer Online-Fachtagung klären.
  + mehr

In Europa werden nach eigenen Angaben bereits 80 Prozent aller Mastercard-Transaktionen kontaktlos durchgeführt.
22.10.2020

Sustainable Mobility

Zahlungsinfrastruktur von Mastercard an öffentlichen E-Ladestellen

Mastercard will eine nachhaltige, sichere und nutzerfreundliche Mobilität fördern und verbraucherfreundliche Bezahlsysteme an E-Ladestationen schaffen. + mehr

Christian Cabrol übernimmt bei Total die Geschäftsführung von Bruno Daude-Lagrave
21.10.2020

Personalie

Wechsel an der Spitze von Total Deutschland

Christian Cabrol hat zum 1. Oktober 2020 die Geschäftsführung von Total Deutschland übernommen. Er folgt Bruno Daude-Lagrave an, der die Deutschland-Filiale der Sparte Marketing & Services seit 2016 geleitet hat. + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2020

Sprit+ Innovation 2020

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 9/2020

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2020

Sprit+ Spezial Tankstellennetze 2020

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2020 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon