Freitag, 15.11.2019
26.05.2015
   

Tankvergünstigungen

Shell

Shell führt an ihren 2.000 Stationen in Deutschland ein neues Preis- und Rabattmodell ein, das auf den Daten der amtlichen Markttransparenzstelle aufsetzt.

Shell mit neuem Rabattmodell

Die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes sollte dem Verbraucher die billigste Tankstelle aufzeigen. Nun nutzen auch Anbieter die offiziellen Daten, um sich im Wettbewerb zu profilieren.

Shell führt an den 2.000 Stationen in Deutschland ein neues Preis- und Rabattmodell ein. Nach der Tiefpreisgarantie von HEM in Kooperation mit dem Internetportal clever-tanken.de nutzt nun der nächste Kraftstoff-Anbieter die Daten der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes, um sich im Wettbewerb zu profilieren. An der Kasse werden die gerade gültigen Preise der Shell-Tankstelle mit den Preisen der zehn nächstgelegenen Stationen verglichen und für den Kunden so angepasst, dass er höchstens zwei Cent je Liter mehr zahlt als beim günstigsten Anbieter in der Umgebung.

"Damit wollen wir den Kunden die Garantie bieten, dass sie fair und günstig tanken", sagte Tankstellenchef Patrick Carré in Hamburg. Das Angebot richtet sich an die rund sechs Millionen Inhaber der Shell-Rabattkarte "ClubSmart". Es gilt nicht für andere Tank- und Flottenkarten und kann nicht mit anderen Rabattangeboten kombiniert werden. ADAC-Mitglieder können demnach bei Shell entweder einen Cent je Liter billiger tanken oder den automatischen Preisvergleich mit der "ClubSmart"-Karte in Anspruch nehmen, aber nicht beides.   

Der zweitgrößte Anbieter im deutschen Kraftstoffmarkt reagiert damit auch auf die häufigen und starken Preisschwankungen an den Tankstellen. Die Preise ändern sich bis zu acht Mal täglich und schwanken um bis zu 20 Cent. "Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass die Kunden dadurch verunsichert sind", sagte Carré. "Sie verstehen nicht mehr, wie die Preise zustande kommen." Zu einer Prognose, ob das Shell-Modell zu einer Beruhigung des hektischen Marktes beitragen kann, wollte sich der Tankstellenchef nicht bewegen lassen. "Das wäre reine Spekulation." (dpa/ms)

 

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