Das britische Öl-Unternehmen Rockhopper Exploration will von 2016 an vor den Falkland-Inseln im Südatlantik Öl fördern. Probebohrungen seien erfolgreich gewesen und ließen auf erhebliche Vorkommen schließen, berichtete die BBC am 15. September unter Berufung auf das Unternehmen. Die Kosten für die Vorbereitungen bezifferte das Unternehmen auf zwei Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen nimmt an, dass in dem Ölfeld 350 Millionen Barrel (ein Barrel = 159 Liter) förderbares Öl stecken. Der Vorstandsvorsitzende von Rockhopper Explorations, Sam Moody, kündigte an, es werde weitere Probebohrungen geben. Die Ölsuche vor den Falklands ist höchst umstritten. Argentinien sieht das Gebiet als Teil seiner Region Feuerland an und hält die britische Ölsuche für einen Verstoß gegen internationales Recht. Argentiniens Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner hatte erst im Juni den britischen Premierminister David Cameron als arrogant bezeichnet, weil dieser jede Verhandlung über die Falklands ablehnte. Großbritannien beansprucht die Inselgruppe als Teil seiner Überseegebiete. 1982 hatte die britische Armee im Falkland-Krieg einen argentinischen Angriff auf die Inseln abgewehrt. 900 Soldaten starben. (dpa/kak)
Umstrittenes Ölfördervorhaben: Briten vor den Falkland-Inseln
In die historische Wunde gebohrt? Eine britische Firma erkundete ein Ölfeld vor den Falkland-Inseln und hat vor, ab 2016 dort zu fördern. Das gefällt den Argentiniern gar nicht.