Die Esso Deutschland GmbH bricht ihr Partner-Projekt "Branded Wholeseller" ab. Die für das Pilotprojekt im Raum Nürnberg ausgesuchten Pächterstationen sind bereits informiert worden, im Redaktionsgespräch von Esso-Deutschland-Chef Henning Feller mit der Redaktion tankstellen markt am vergangenen Donnerstag bestätigte Feller den sofortigen Abbruch des Projektes: "Wir sind zum Schluss gekommen, dass dieses Betreibermodell für Deutschland derzeit nicht passt und haben es deshalb ausgesetzt." Damit sei das Projekt zwar "nicht für alle Zeiten" vom Tisch, jedoch werde es momentan nicht mehr verfolgt. Mit "Branded Wholeseller" wollte Esso ein Betreibermodell testen, in dem Esso selbst nur unter anderem den Kraftstoff liefert, die Stationen vor Ort von einem regionalen Großhändler unter der Marke Esso betreut und geleitet werden. Erste Testregion sollte der Raum Nürnberg sein. Entsprechende Unruhe hatte das im Frühjahr 2010 angekündigte Pilotprojekt unter den Esso-Partnern ausgelöst. Die Interessenorganisation der Esso-Partner, die IG Esso, welche das Betreibermodell anfangs durchaus positiv gesehen hatte, zeigt sich inzwischen distanziert zum Projekt und entsprechend erfreut über dessen abruptes Ende. IG-Esso Geschäftsführer André Zacharias: "Ich denke, niemand ist wirklich traurig über diese Entwicklung." Das Interview mit Esso-Deutschland-Chef Henning Feller erscheint in der November-Ausgabe des Fachmagazins tankstellen markt. (mr)
"Niemand ist wirklich traurig": Esso bricht Projekt "Branded Wholeseller" ab
Das Projekt sei zwar nicht ganz vom Tisch, aber Esso ist "zum Schluss gekommen, dass dieses Betreibermodell für Deutschland derzeit nicht passt", so Henning Feller, Chef von Esso Deutschland.