In Deutschland fehlen Fachkräfte in vielen Berufen und Branchen. Derzeit kann man zwar nach Ansicht der Bundesregierung noch nicht von einem "allgemeinen und flächendeckenden Fachkräftemangel" sprechen. Der droht jedoch im Hinblick auf den Rückgang und die Überalterung der Bevölkerung. Dagegen stemmt sich die Politik mit einem Maßnahmenbündel:
- Ältere Menschen, Arbeitslose wie Rentner, sollen verstärkt eingesetzt werden.
- Für die rund 6,3 Millionen nicht berufstätigen Frauen soll es bessere Bedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geben. Darauf zielt auch der Ausbau des Betreuungsangebots in Kinderkrippen und -gärten.
- Bessere Bildungschancen für alle: Deutlich weniger Schüler und Auszubildende ohne Abschluss würden nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit ein Plus von Hunderttausenden Fachkräften bringen. Auch die Weiterbildung von Berufstätigen soll verstärkt werden.
- Mehr Zuwanderung von ausländischen Fachkräften könnte schon jetzt akut große Lücken schließen, etwa bei Ingenieuren im Maschinenbau und in der Elektroindustrie.
- Die Absenkung der sogenannten Mindestgehaltsschwelle soll den Mangel in solchen Branchen abmildern. (dpa/beg)