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Marktübersicht SB-Sauger: Watt is’ denn?

SB-Sauger gehören heute zum unverzichtbaren Service-Angebot an der Tankstelle.
© Foto: Christ

Kaum eine Tankstelle, die sich den Luxus leistet, das Servicegerät Nummer eins nicht anzubieten: den SB-Sauger. Sprit+ hat die Hersteller gebeten, jeweils einen Einzel- und einen Doppelsauger dem Marktvergleich zu stellen. // Mit PDF zum Download


Datum:
18.04.2017
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Watt, Watt und noch einmal Watt – liest man sich die Produktbeschreibungen von gewöhnlichen Hausstaubsaugern durch, könnte man meinen, die Zahl vor dem großen W sei das entscheidende Kaufkriterium. Dass mit der hohen Leistungsaufnahme gleichzeitig ein hoher Stromverbrauch einhergeht, berücksichtigten viele Verbraucher nicht. Aus diesem Grund beschränkte die EU die Leistungsaufnahme 2014 auf 1.600 Watt. Ab September 2017 darf der Handel gar nur noch Staubsauger mit bis zu 900 Watt verkaufen. Nötigt uns die EU also zu Staubsaugern, die nicht mehr sauber machen?

Die Antwort lautet natürlich nein und gilt im Übrigen auch für SB-Sauganlagen an Tankstellen. Denn die elektrische Leistungsaufnahme allein lässt keine Rückschlüsse darauf, wie effektiv ein Staubsauger arbeitet. Wichtig ist vielmehr die maximale Druckdifferenz, die das Gebläse des Saugers zum umgebenden Luftdruck erzeugen kann. Diese Saugkraft wird entweder in Millibar (mbar) oder Kilo­pascal (kPa) angegeben. Nur wenn bei einem bestimmten Volumenstrom (entweder in Liter pro Sekunde [l/s] oder in Kubikmeter pro Stunde [m³/h]) ausreichend Unterdruck erzeugt wird, werden gute ­Saugeigenschaften erreicht. Weitere Faktoren sind der Durchmesser des Saugschlauchs und die davon beeinflusste Strömungsgeschwindigkeit.

Luftvolumen und Geometrie

Andreas Ginnow, Vertriebsleiter Anlagenbau und Car Care bei Christ, meint: „Entscheidend ist das Luftvolumen [in Tabelle: maximaler Volumenstrom, Anm. d. Red.] des Saugers und die Geometrie der Saugschläuche für den Unterdruck.“ Mit den neuen Hochleistungs-Seitenkanalverdichtern und den neuen konischen Gewebe­saugschläuchen ließen sich bis zu 30 Prozent mehr Saugleistung als bei früheren Modellen erzielen, sagt Ginnow. Die Saugkraft seiner aktuellen Turbo-Sauger sieht er als echten Vorteil im Wettbewerb.

Als Alleinstellungsmerkmal von Wash­tec, deren Modelle ebenfalls mit einem Seitenkanalverdichter arbeiten, führt Andreas Thoma, Leiter der Geschäftseinheit Waschstraßen und SB, ein optionales Bezahlverfahren an: „Unsere Sauger sind auch über ein Zentralterminal mit bis zu acht Saugerplätzen ansteuerbar. Dies ermöglicht die nutzerfreundliche Verwendung von Codes oder Transponderkarten.“ Die Ticketausgabe oder eine Aufladung der Transponderkarte erfolgt dann über die Multibox der Portalanlage.

Zahlen mit dem Smartphone

Auf die gemächlich steigende Nachfrage nach mobilen Bezahllösungen hat Hersteller Nilfisk bereits eine Lösung entwickelt: An seinen Anlagen ist Mobile Payment möglich. Außerdem habe man eine direkte Anbindung an die SB-Anlage geschaffen, wodurch eine Abfrage der Einnahmen sogar von zu Hause aus möglich gemacht wird, erklärt das Unternehmen.

Den Reinigungsaufwand für den Betreiber möchte Kärcher durch die automatische Filterreinigung Tact minimieren (siehe Kasten). Auch reklamiert Kärcher die um 50 Prozent größere Filterfläche bei seinen Geräten und verlängerte Wartungsintervalle als Vorteile für sich im Markt. Außerdem ist Kärcher eigenen Angaben zufolge bemüht, den Energieverbrauch im Sinne des Kunden zu senken, weil dadurch auch die Energiekosten sinken. Diese Beträge könnte der Betreiber an anderer Stelle investieren oder sie wirken sich positiv auf den Ertrag aus. Auch Washtec merkt, dass den Kunden dieses Thema wichtiger wird, aber „die Saugleistung steht weiterhin im Vordergrund“, sagt Thoma. Als „eher unwichtig“ für den Kunden und den Endkunden schätzt Nilfisk die Energieeffizienz ein, auch wenn das Unternehmen auf Nachhaltigkeit baue.

Das eingangs erwähnte „Downsizing“ bei der Wattleistung treibt Christ um, jedoch nicht nur wegen der Energieeffizienz: „Wir versuchen bei Neuentwicklungen generell ein Maximum an Saugleistung zu erzielen, aber ein Minimum an elektrischem Anschlusswert zu verursachen, denn viele Stationen sind leider in der elektrischen Absicherung begrenzt“, erklärt Vertriebsleiter Ginnow.

In puncto Sicherheitsvorrichtungen wollte nur Hersteller Kärcher ins Detail gehen, der ein Dreischlüsselsystem entwickelt hat: Ein jeweils separater Schlüssel sichert die Tür, die Elektronik und die Münzkassette. Der Zugang zur Münzkassette wird Langfingern zusätzlich durch ein verstecktes Schloss erschwert. Optionale Lösungen auf Anfrage bieten aber auch alle anderen Hersteller aus der Marktübersicht auf den folgenden Seiten an.

(Autor: Michael Simon; Der Artikel erschien in Sprit+ Ausgabe 4/2017)

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