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IG Esso: Fit für heute, sicher für morgen

Der Vorstand der IG Esso: beigeordnetes Vorstandsmitglied Wolfgang Jenuwein, Schatzmeister Marco Göbel, zweiter Vorsitzender Volker Bias und erster Vorsitzender Markus Mössner (v. l.).
© Foto: Annika Beyer

Wie können Betreiber ihre Tankstellen jetzt erfolgreich aufstellen und was müssen sie machen, um in der Zukunft finanziell abgesichert zu sein – das waren die Themen der Jahreshauptversammlung der IG Esso.


Datum:
30.04.2016
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Da das jährliche Gespräch der IG Esso mit den Verantwortlichen der Esso erst im Juni auf der Uniti Expo stattfindet, ­konnte Geschäftsführer André Zacharias in ­seinem Bericht noch nicht viel Neues vermelden. Daher konzentrierten sich die ­Vorträge auf der diesjährigen Jahres­­haupt­versammlung, die am 22. April in Frankfurt am Main stattfand, vor allem auf ver­bands­unab­hängige Themen.

Den Auftakt machten die Vertreter der Firma Leankultur, die ihre Tankstellensoftware Intralean-s präsentierten (siehe auch Titelgeschichte ab Seite 6). Ziel der Lösung ist es, den Tankstellenbetreiber so zu unterstützen, dass er bei seinen wesentlichen Aufgaben entlastet wird. Die Software soll zudem sicherstellen, dass der Betrieb ganz normal weiterläuft, auch wenn der Chef gerade nicht an der Station ist.

Möglich sollen das Funktionen wie die Dokumentenlenkung, die ­Schichtplanung, das Aufgabenmanagement und Unterstützungen für das aktive Verkaufen machen. Alle Softwarebestandteile sind miteinander ver­knüpft und sollen dadurch nicht nur die Abläufe an der Tankstelle strukturieren sowie Kundenströme und verkaufte Artikel aufzeichnen, sondern zudem für mehr Umsatz sorgen.

Alle Sinne reizen

Dem aktiven Verkaufen widmete sich auch Stefan Schwarzer, Vertriebschef vom Waschanlagenhersteller Christ. Er appellierte an die Zuhörer, den Kunden Er­lebnisse zu bieten, die sich vom Alltag unterscheiden und dadurch im Gedächtnis bleiben. Das sei etwa durch spezielle Düfte in der Waschhalle oder durch Licht­effekte an der Anlage möglich, die die Sinne der Autofahrer reize. „In der Fahrzeugwäsche steckt noch richtig Pulver drin“, ist Schwarzer überzeugt und rechnete vor, wie viel ­Ertrag Betreiber durch das Waschgeschäft machen können.

Dieses Geld können Tankstellenbetreiber gleich in ihre Altersvorsorge investieren. Denn viel zu häufig werde dieses Thema zu lange aufgeschoben oder ganz ignoriert, bis es zu spät ist, weiß Geschäftsführer Zacharias aus der Erfahrung seiner Ver­bandsarbeit. Aus diesem Grund hat der Vorstand Sigrun Freitag, Unternehmensberaterin bei der Allianz Versicherung, eingeladen. Sie schärfte in ihrem Vortrag das Bewusstsein dafür, dass trotz der oft niedrigen Pächtergewinne die Alters­vorsorge so früh wie möglich in Angriff ­genommen werden sollte. Denn Selbstständige, die nicht in eine private Rente einzahlen, erhalten vom  Staat nur eine Grundsicherung von 789 Euro im Monat. 

Freitag beschrieb den Verbandsmitgliedern daher die Leistungen sowie die Vor- und Nachteile der Altersvorsorge in Form der Privat- und Basisrente. Je nach Höhe der Einzahlung, Renteneintrittsalter und gewünschter Auszahlungsform müsse dann entschieden werden, welche Variante am meisten Sinn macht. Als Richtwert für die Beitragshöhe empfahl Freitag zu prüfen, was man bereits bei früheren Anstellungen in die ­gesetzliche Rentenver­sicherung gezahlt hat beziehungsweise was man bei ver­gleich­barem Einkommen als Angestellter in die gesetzliche Rente zahlen würde.

Daten sicher sichern

Tipps für die Datensicherung beim Kassensystem gab Wolfgang Lamprecht, Geschäftsführer von Docum. Sein Unternehmen errechnet auf Basis der Kartenzahlungen die Höhe des Stammkundenanteils, was wiederum Grundlage für die Höhe des Ausgleichsanspruchs ist. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Lamprecht die Erfahrung gemacht, dass oftmals das Speicherme­dium nicht groß genug war, um alle Daten aus der Kasse zu sichern. Da das System das aber nicht anzeigt, seien in vielen Fällen über Jahre hinweg und unbemerkt keine Daten gesichert worden.

Lamprecht riet deshalb: „Beim Kassensystem Nukleus sollten Sie am besten eine DVD verwenden und ab und zu prüfen, ob sich auch wirklich Daten darauf befinden. Außerdem sollten Sie regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, eine Sicherung der steuerrelevanten Daten durchführen.“

Auch bei dem neuen Kassensystem TMS von Scheidt & Bachmann sollten Betreiber darauf achten, einen Datenträger mit ausreichender Kapazität, im Idealfall einen USB-Stick für jede Sicherung, zu verwenden. Lamprecht betonte zudem, wie wichtig der pflegliche und sorgfältige Umgang mit den Datenträgern sei, damit keine Daten verloren gehen. 

In seinem Schlusswort zeigte sich Zacharias erleichtert, dass ihm bei den Verbandsmitgliedern keine Insolvenzen durch den Mindestlohn bekannt seien. Gleichzeitig forderte er, bei Vertragsverhandlungen selbstbewusst aufzutreten und sich nicht ausbeuten zu lassen. Schließlich wisse die Esso, dass aktuell Pächter gesucht werden. „Wer nichts fordert, bekommt auch nichts. Sie sind wertvoller als Sie meinen“, betonte der Geschäftsführer.

(Autorin: Annika Beyer. Der Artikel erschien in Ausgabe 5/2016 von Sprit+.)


IG Esso Jahreshauptversammlung 2016

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