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EU-Industriekommissar Breton: EU soll Ausbau von Ladesäulen anweisen

EU-Industriekommissar Thierry Breton will die EU-Staaten zum Ausbau ihrer Infrastruktur für alternative Antriebe verpflichten.
© Foto: Europäische Union, 2021

Den Plänen zufolge sollen die EU-Staaten verpflichtet werden, ihre Infrastruktur für E-Autos oder Brennstoffzellenfahrzeuge abhängig vom Bestand in den jeweiligen Ländern auszubauen. Zugleich kündigte Breton ambitionierte Standards für die neue Euro 7 Abgasnorm an. Ein Verbrenner-Verbot soll es aber nicht geben.

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EU-Industriekommissar Thierry Breton hat sich dafür ausgesprochen, die Mitgliedstaaten zum Aufbau einer Tank- und Ladeinfrastruktur für Brennstoffzellen- und E-Autos zu verpflichten. "Ich möchte, dass die Mitgliedstaaten verbindliche Vorgaben für den Aufbau einer Infrastruktur für alternative Antriebe bekommen", sagte Breton der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Vorgaben könnten sich etwa an der Flottengröße von Autos mit E-Antrieb oder Brennstoffzelle im jeweiligen Mitgliedstaat orientieren", sagte Breton. Er fordert dafür als EU-Gesetz eine Verordnung aus Brüssel. Dabei müssten die EU-Vorgaben eins zu eins in die nationale Gesetzgebung umgesetzt werden. Die Mitgliedstaaten haben dann keine Möglichkeit mehr für eine eigene Auslegung.

Zur Regulierung der Autohersteller sagte Breton, er halte nichts von einem Brüsseler Verbot für die Produktion von Verbrennungsmotoren. Entscheidend sei, dass das EU-Ziel von Klimaneutralität im Jahr 2050 erreicht werde. "Ein wichtige Rolle wird das E-Auto haben, aber auch die Brennstoffzelle sowie synthetische Kraftstoffe sind gefragt." Breton fügte hinzu: "Hier ist die Politik klug beraten, den Unternehmen freie Hand zu lassen."

Breton bekräftigte, dass sein für Ende des Jahres angekündigter Vorschlag für die nächste Stufe der Schadstoffregulierung von Autos und Lieferwagen (Euro 7) ambitioniert ausfallen werde: "Wir wollen den Verbrennungsmotor so sauber machen wie technisch möglich." Euro 7 werde den Herstellern einen hohen finanziellen Beitrag für die Schadstoffoptimierung des Verbrenners abverlangen. Breton betonte aber auch: "Die Kommission wird darauf achten, dass die Kosten der Mobilität für den Verbraucher nicht aus dem Ruder laufen." Auch in Zukunft solle sich die Produktion von Klein- und Mittelklasse-Autos in Europa finanziell lohnen.

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KOMMENTARE


Rieß

05.07.2021 - 11:33 Uhr

Wir haben schon extrem saubere Verbrennungsmotoren. Das alles ist doch hauptsächlich eine grüne Ideologie und ökologischer Unfug in diesen Dimensionen (die E-Autos sind in Masse nicht ökologisch), der schon in Deutschland alleine hunderttausende Arbeitsstellen kosten wird. Wo soll der Strom der viele Strom herkommen? Aus unsicheren Meilern in Belgien oder Frankreich? Oder Strom aus Kohlekraftwerken in Polen und Tschechei? Die seltenen Erden werden teilweise mit massiven Verletzungen in Sachen Umwelt und Arbeits-und Menschenrechten im Ausland abgebaut, inklusive einer noch mehr verstärkten Abhängigkeit von China! Wer entsorgt die alten E-Autos und deren Batterien? Afrika nimmt die uns (im Gegensatz zu den Autos mit Verbrennungsmotoren) bestimmt nicht ab, den die können damit nichts anfangen. Und so weiter und so weiter ...


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