Alternative Kraftstoffe: Im Harz werden Ladestationen gestestet

11.02.2010 10:18 Uhr
Der "Tank" eines Elektroautos.
Das Elektroauto soll den Durchbruch schaffen
© Foto: Lennart Preiss/ddp

Bis 2012 werden Elektroautos auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft

Goslar. In der Region um Quedlinburg, Wernigerode und andere Städte im Harz soll Ende dieses Jahres das Projekt "Harz.EE-mobility" umgesetzt werden. An dem Projekt beteiligen sich 17 Partner aus Wissenschaft und Industrie. Es soll Aufschluss darüber geben, wie die Ladestationen für Elektroautos in einem Gebiet verteilt sein müssen. Denn nur, wenn es genug Ladestationen gibt, kann sich das Elektroauto durchsetzen. Bis 2012 sollen insgesamt 25 Elektroautos im Harz auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fördert "Harz.EE-mobility". Für das Projekt entwickeln die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg optimal platzierte Standorte für solche Ladestationen. Die Forscher wollen das Verhalten der Elektroautofahrer analysieren und die besten Standorte finden, wo die Elektroautos tagsüber stehen würden. Während der Standzeit unter Tags sollen die Elektroautos aufgeladen werden, damit sie für den Pendlerverkehr zum Feierabend wieder fahren können. Standorte für Ladestationen wären dann vorwiegend Orte, an denen die Autos länger stehen, beispielsweise an Parkhäusern oder Parkplätzen in der Nähe des eigenen Wohnsitzes oder des Arbeitsplatzes. Die Forscher arbeiten derzeit an einem Datenbanksystem, das Fahrer über aktuelle Ereignisse informiert und dadurch den Verkehrsfluss verändert. Droht beispielsweise ein Stau, werden zunächst Fahrzeuge mit niedrigem Batteriezustand zur nächsten Tankstelle geleitet. Ebenso soll der Fahrer über das Navigationssystem darüber informiert werden, wo man etwa günstigen oder regenerativ erzeugten Strom tanken kann. Der Energiekonzern RWE AG rechnet damit, dass im Jahr 2020 rund 2,5 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein werden. Wie das US-Magazin “Nature" berichtet, haben Wissenschaftler eine neue Batterietechnik entwickelt, mit der Elektroautos mit Lithium-Akkus in nur wenigen Minuten vollständig aufgeladen werden können. Die Hochleistungsbatterien sollen in zwei Jahren erhältlich sein. Ein dichtes Netz aus Ladestationen und die Superbatterie könnten den Elektrofahrzeugen zum Durchbruch verhelfen. Zur Zeit sind die Fahrzeuge nur wenig verbreitet, weil Stromtankstellen fehlen und die Reichweite noch nicht optimal ist. (beg)

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