Mittwoch, 24.07.2019
10.05.2019
   

Jahresbericht

Patrick Steppe, CEO von Lekkerland

Lekkerland-CEO Patrick Steppe: „Das Geschäftsjahr 2018 hat unsere ambitionierten Erwartungen übertroffen und ist angesichts der Herausforderungen erfreulich verlaufen.“

Lekkerland veröffentlicht Bilanz 2018

Lekkerland zeigt sich zufrieden mit dem operativen Ergebnis bei leicht niedrigerem Umsatz. Wichtige Verträge mit Mineralölgesellschaften wie Westfalen konnte das Unternehmen verlängern.

Mit wichtigen Vertragsverlängerungen, dem Gewinn namhafter Neukunden und maßgeschneiderten Dienstleistungen für Kunden hat Lekkerland 2018 die Basis für eine weitere positive Entwicklung geschaffen. Zwar gingen Umsatz und operatives Ergebnis zurück, aber das resultiere vor allem aus dem inzwischen abgeschlossenen Ausstieg eines Großkunden in Deutschland, erklärt der Vorstandsvorsitzende Patrick Steppe in einer Pressemitteilung. Ein Teil des Umsatzrückgangs – konkret 127,1 Millionen Euro auf Gruppenebene – ist zudem auf die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zurückzuführen.

Die Zahlen im Überblick

Die Lekkerland-Gruppe hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro (2017: 12,8 Milliarden Euro) und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 92,7 Millionen Euro (2017: 104,3 Millionen Euro) erzielt. In Deutschland erreichte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 6.946,5 Millionen Euro (2017: 7.571,0 Millionen Euro). Das entspricht 56,1 Prozent des Gesamtumsatzes der Lekkerland-Gruppe (2017: 59,2 Prozent). Das operative Ergebnis (EBIT) in Deutschland lag bei 77,4 Millionen Euro (2017: 79,0 Millionen Euro). Im Segment Restliches Westeuropa, das die Aktivitäten in den anderen Ländern zusammenfasst, steigerten die Frechener den Umsatz auf 5,4 Milliarden Euro (2017: 5,2 Milliarden Euro).

In den einzelnen Sortimenten haben sich die Umsätze wie folgt entwickelt: Bei Tabakwaren sank der Umsatz der Lekkerland-Gruppe um 3,1 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Auch in Deutschland war der Zigarettenstückabsatz weiter rückläufig. Hier belief sich der Umsatz 2018 auf 5.805,4 Millionen Euro (entspricht 83,6 Prozent der gesamten Umsatzerlöse). Damit verringerte sich der Umsatz um 465,7 Millionen Euro (minus 7,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 6.271,1 Millionen Euro; 82,8 Prozent der gesamten Umsatzerlöse).

Im Bereich Food/Non-Food ging der Umsatz in der Gruppe um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück, im Segment Provisionen auf electronic value (e-va)/Sonstiges um 6,2 Prozent auf 111,8 Millionen Euro. In Deutschland betrug der Umsatz im Segment Food/Non-Food 1.069,9 Millionen Euro, das entspricht 15,4 Prozent der gesamten Umsatzerlöse (2017: 1.222,5 Millionen Euro; 16,2 Prozent). Das Sortiment Provisionen auf electronic value (e-va)/Sonstiges erzielte Umsatzerlöse in Deutschland 71,2 Millionen Euro, was einem Umsatzanteil von einem Prozent entspricht (Vorjahr: 77,4 Millionen Euro; ein Prozent).

Wichtige Vertragsverlängerungen und Neukunden

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Kunden ihre Verträge mit Lekkerland verlängert. Dazu zählt die Westfalen-Gruppe in Deutschland. Außerdem hat Lekkerland unter anderem 3PL-Dienstleistungen für die Starbucks-Stores übernommen, die von Amrest Coffee Deutschland betrieben werden.

Digitale Lösungen für Kunden

Als Beispiel für die umfassenden Dienstleistungen nennt das Unternehmen im Jahresbericht das ganzheitliche Shopkonzept Frischwerk, eine Full-Service-Lösung, bei der Lekkerland vom Design über die Einrichtung bis zur Sortimentsgestaltung und Vermarktung des Shops alles übernimmt. In den vergangenen Monaten sind vier weitere Pilotstores eröffnet worden.

Seit Ende 2018 steht zudem allen Kunden in Deutschland eine Online-Lieferverfolgung zur Verfügung. Lekkerland informiert dabei über die voraussichtliche Lieferzeit und meldet Verspätungen. Der Service soll 2019 auch in weiteren Landesgesellschaften eingeführt werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit Plustools in Deutschland ein neues Programm eingeführt, das Aktionen am POS mit gezieltem Online-Marketing für die jeweilige Verkaufsstelle verbindet.

Derzeit entwickelt, testet und realisiert Lekkerland eine Vielzahl von digitalen Lösungen, um seinen Kunden neue Umsatzchancen zu eröffnen, ihren Geschäftsalltag zu erleichtern, aber auch um interne Logistikprozesse kontinuierlich zu optimieren. So erprobt das Unternehmen den Service Warenkorbprognose, bei dem Kunden in einer App detaillierte Bestellvorschläge – inklusive Mengen – auf Basis ihres bisherigen Bestellverhaltens bekommen. Zur Optimierung von Logistikprozessen beteiligt sich Lekkerland an einem Projekt zur Nutzung der Blockchain-Technologie für den Palettentausch.

Ausblick: Geschäftsjahr 2019

Mit Blick auf die weiter steigende Wettbewerbsintensität und herausfordernde Rahmenbedingungen – unter anderem durch die Einführung von Track & Trace in der Tabaklogistik – erwartet Lekkerland insgesamt auch für 2019 ein gutes operatives Ergebnis, selbst wenn es unter dem erfreulichen Ergebnis des Vorjahres liegen wird. (jr)

 

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