Montag, 13.07.2020
15.05.2019
   

Elektromobilität

Bosch intelligente Ladesäule

Bosch arbeitet mit EnBW an einem Prototyp zur Verbesserung des Ladevorgangs bei Elektroautos.

zum Themenspecial Software

Bosch zeigt intelligente Ladesäule

Der Zulieferer hat den Prototypen einer intelligenten Ladesäule für Autos präsentiert, womit sich der Ladeprozess deutlich vereinfacht soll. Ebenfalls wurde ein Projekt zum kostenpflichtigen Parken gezeigt.

Der Automobilzulieferer Bosch hat am Mittwoch den Prototypen einer intelligenten Ladesäule für elektrische Autos vorgestellt. Gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW will das Unternehmen den Ladeprozess damit deutlich vereinfachen. Auf Basis einer von Bosch entwickelten Software-Plattform sollen dem Nutzer dabei in Echtzeit verschiedene Preismodelle angeboten werden können. Zudem lässt sich je nach Verfügbarkeit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wählen. Der Bezahlvorgang soll vollautomatisch ablaufen, ohne dass der Kunde Bargeld oder eine Karte zücken muss. Spielplätze oder Cafés in der Nähe soll die intelligente "Zapfsäule" ebenfalls anzeigen.

Kostenpflichtiges Parken soll nach den Plänen von Bosch künftig ebenfalls intelligent und automatisch ablaufen. In einem Projekt gemeinsam mit Siemens erprobt das Unternehmen ein Managementsystem, bei dem die Fahrzeuge direkt mit umliegenden Parkplätzen kommunizieren. Passiert ein Fahrzeug eine Parkschranke, kann es automatisch identifiziert werden, die Gebühren können über eine virtuelle Geldbörse abgebucht werden. 

Die Grundlage beider Projekte bildet dabei eine von Bosch entwickelte Blockchain-Technologie, bei der Daten sicher verteilt auf vielen verschiedenen Servern gespeichert werden. "Wir brauchen sichere, offene Plattformen und ein Internet, in dem der Nutzer souverän entscheiden kann, um Vertrauen in digitale Ökosysteme zu stärken", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner. Das Unternehmen veranstaltet noch bis einschließlich Donnerstag in Berlin die Konferenz Bosch Connected World in Berlin. 5.000 teilnehmende Partner, 80 Aussteller und 150 Redner werden erwartet. (dpa)

 

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