Mittwoch, 13.11.2019
28.07.2017
   

Alkoholverkaufsverbot

Alkohol-Test

Der Verkauf von Alkohol ist an Tankstellen voraussichtlich bald wieder möglich; das Trinken am Steuer natürlich nicht.

Verband nimmt Stellung

Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg begrüßt den Plan, das nächtliche Alkoholverkaufsverbot wieder zu kippen. Dadurch könnten neue Arbeitsplätze geschaffen und die Verfügbarkeit von Kraftstoffen und anderen Waren verbessert werden.

Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg hat die Möglichkeit wahrgenommen, sich zur geplanten Aufhebung des generellen nächtlichen Verkaufsverbots von Alkohol an Tankstellen zu äußern.

Der Verband begrüße den Gesetzentwurf zur Änderung des Polizeigesetzes und des Gesetzes über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg, heißt es in dem Schreiben von Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß und Geschäftsführerin Julia Cabanis. "Es wäre aus unserer Sicht erfreulich, wenn die Tankstellen in Baden-Württemberg wieder die Rolle einnehmen würden, die sie vor Einführung des Verkaufsverbots innehatten: als Einkaufsmöglichkeit für alle Bürger zu später Stunde, wenn der Einzelhandel geschlossen hat."

Dem zuständigen Innenministerium schilderte der Landesverband, dass die heimischen Tankstellen bis zur Einführung des Verbots im Februar 2010 bei der Umsatzentwicklung in allen Kategorien besser gelegen hätten als die Stationen im restlichen Deutschland. Mit Eintreten des Verbots habe sich die Gesamtumsatzentwicklung im Shopgeschäft bei den Tankstellen ohne nächtliche Öffnungszeiten moderat entwickelt, während hingegen die 24-Stunden-Stationen einen "regelrechten Absturz" verzeichneten. Insbesondere der Getränkeumsatz verharre auf einem niedrigen Level. "Das Verbot bedeutete daher einen schwerwiegenden Eingriff in die Wirtschaftlichkeit der baden-württembergischen Tankstellen, ohne dass der Gesamtabsatz von Alkoholika sich nennenswert verändert hätte - es gab also ein offensichtliches Ausweichverhalten auf andere Bezugsquellen und -zeiten", schlussfolgern Beuß und Cabanis.

Mit der Umsetzung der Gesetzesänderung könnte sich der nächtliche Betrieb für kleinere Stationen wieder rentieren. Und damit könnten auch Arbeitsplätze, die weggefallen waren, neu geschaffen werden. Das hätte auch zur Folge, dass Kraftstoffe und andere Waren nachts für die Verbraucher besser verfügbar wären. (ms)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Mirko-Alexander Kahre, neuer Director Communications, Marketing und Customer Experience bei der DKV
12.11.2019

Personalie

DKV verstärkt Marketing- und Kommunikationsaktivitäten

Am 1. Dezember 2019 wird Mirko-Alexander Kahre neuer Director Communications, Marketing und Customer Experience beim europäischen Flotten- und Mobilitätsdienstleister. + mehr

LNG-Tankstellen von Liqvis
08.11.2019

LNG

DKV erweitert Versorgungsnetz um LNG-Tankstellen von Liqvis

Die Partnerschaft zwischen Liqvis und DKV erhöht die Zahl der LNG-Stationen in Europa für DKV-Kartennutzer auf über 60. + mehr

Mercedes-Benz A-Klasse Plug-in-Hybrid
08.11.2019

Steuerrabatt für E-Dienstwagen

Bundesregierung verlängert Förderung

Die Zahl der gebrauchten E-Autos ist noch niedrig. Die Bundesregierung will das nun über den Hebel Dienstwagenmarkt ändern. + mehr

zur Startseite

Systeme 2019

Sprit+ Spezial Systeme 2019

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2019

Sprit+ Innovation 2019

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 10/2019

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Tankstellennetze 2019

Sprit+ Spezial Tankstellennetze

Mineralölgesellschaften in Deutschland

Was haben die wichtigsten Akteure im Markt 2019 vor? + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon