Dienstag, 20.04.2021
03.12.2020
   

Trotz Corona

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im November auf einen neuen Jahres-Tiefstand gesunken.

Zahl der Unternehmensinsolvenzen bleibt niedrig

Staatliche Hilfsmaßnahmen haben eine Pleitewelle infolge der Corona-Krise bisher verhindert. In den kommenden Monaten erwarten die Forscher des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle jedoch einen Anstieg der Zahlen.

Trotz anhaltender Corona-Krise bleibt die Zahl der Firmenpleiten laut einer Studie weiter niedrig. Im November seien 684 Unternehmensinsolvenzen gemeldet worden, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag mit. Damit meldeten die IWH-Forscher die niedrigsten Zahlen seit Beginn dieses Jahres. Im Oktober waren gut 70 Fälle mehr gemeldet worden. Für den Zeitraum zwischen Januar und Mai meldete der IWH-Insolvenztrend zwischen 900 und 1000 betroffene Personen- und Kapitalgesellschaften pro Monat.

Auffällig ist den Forschern zufolge, dass derzeit vergleichsweise wenige Arbeitsplätze von Pleiten betroffen sind. "Nimmt man die Anzahl der von Insolvenz betroffenen Jobs seit Beginn der Krise in den Blick, war das Insolvenzgeschehen in den Monaten Oktober und November am ruhigsten", sagte der Leiter der IWH-Insolvenzforschung, Steffen Müller. Das liege vor allem an einem Rückgang bei den Insolvenzen großer Unternehmen.

Der Staat versucht mit Milliardenhilfen, Kurzarbeitergeld und teils gelockerten Insolvenzmeldepflichten die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern. Eine Pleitewelle erwarten die IWH-Insolvenzforscher vor diesem Hintergrund zunächst nicht.

Das IWH wertet jeden Monat die Bekanntmachungen deutscher Insolvenzgerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzzahlen betroffener Unternehmen. Damit kann das Institut deutlich schneller Daten liefern als die amtliche Statistik. IWH-Experte Müller und sein Team gehen davon aus, dass die Zahl der Unternehmenspleiten in den kommenden Monaten tendenziell steigt und sich auf einem langjährigen Niveau normalisiert. (dpa)

 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Payvia
20.04.2021

Mobiles Bezahlen

Neuer Paymentservice von Avia

Mit der Avia-App und der Bezahlfunktion "Payvia" können Kunden direkt an der Zapfsäule bezahlen.
+ mehr

Aral Ladestation E-Mobilität
19.04.2021

E-Mobilität

Aral pulse wird weiter ausgebaut

Bis Jahresende sollen 500 Ladepunkte mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung an über 120 Aral Tankstellen in Betrieb sein. Das Unternehmen Has to be liefert für den Betrieb und die Verwaltung der Ladeinfrastruktur die Software be.Energised. + mehr

16.04.2021

Mehrheit für Verbrenner-Verbot

Europas Großstädter wollen es emissionsfrei

Fast zwei Drittel von Metropolen-Bewohnern in Europa wäre für ein Verkaufsverbot für Benziner und Diesel. In Deutschland kann sich aber höchstens eine knappe Mehrheit dafür begeistern. + mehr

zur Startseite

Systeme 2020

Sprit+ Spezial Systeme 2020

Bezahl- und Automationsprozesse

Das Sonderheft bietet mit den beiden Schwerpunktthemen Tankautomaten und Bezahlmöglichkeiten echten Nutzwert. + mehr

Innovation Tankstelle 2020

Sprit+ Innovation 2020

Neuheiten rund um die Station

Alle Branchendienstleister, Hersteller und Verbände auf einen Blick im Sonderheft von Sprit+. + mehr

Aktuelle Ausgabe

Sprit+ 4/2021

Sprit+
versorgt Sie einmal im Monat mit Informationen rund um die Tankstellenbranche. + mehr

Gabler Wirtschaftslexikon

Gabler Wirtschaftslexikon

Wissen für Experten

25.000 Stichworte. Qualitätsgeprüft. Frei verfügbar. + Zum Wirtschaftslexikon