Freitag, 18.09.2020
18.05.2020
   

Präg

Präg baut Shop seiner Tankstelle im pfälzischen Lambsheim um

Traditionstankstelle in Lambsheim nach dem Umbau: Der Bistrobereich direkt am Fenster lädt zum Verweilen.

Neue Kunden für Traditionstankstelle

Betreiber Präg hat den Shop seiner Station im pfälzischen Lambsheim umgebaut. Nun locken Backwaren und Bistrobereich zusätzliche Kundschaft an.

Seit den 1960er-Jahren ist die Tankstelle mitten im Wohngebiet von Lambsheim Treffpunkt für Pendler und Anwohner. Mit der Erweiterung des Shops sowie der Modernisierung der gesamten Einrichtung durch den Betreiber Präg zieht sie nun auch neue Kundengruppen an, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir stellen fest, dass vor allem Jüngere, die derzeit in die neuen Wohngebiete von Lambsheim ziehen, jetzt verstärkt unsere Tankstelle besuchen“, sagt Tina Kranz, Gebietsverkaufsleiterin bei Präg. Sie hat den Umbau der Station von Oktober bis Dezember 2019 eng begleitet. Der Grund für die gestiegene Attraktivität liegt auch im erweiterten Sortiment: Seit Jahresbeginn bieten Pächterin Annette Borja und ihr vierköpfiges Team auch Belegtes und frische Backwaren an, das im kleinen Bistro verspeist oder mitgenommen werden kann. Möglich ist das, weil die Verkaufsfläche von 20 Quadratmetern auf etwa 50 Quadratmeter gewachsen ist. „Den Fokus unserer Investitionen legen wir grundsätzlich darauf, die Verweilqualität in unseren Tankstellen zu verbessern. Das Konsumverhalten hat sich verändert: Ohne Modernisierung würden vor allem ältere Stationen dem nicht mehr gerecht werden können“, erläutert Klaus-Rüdiger Bischoff, Geschäftsführer des mittelständischen Tankstellenbetreibers Präg. Die Anlage in Lambsheim hat das Kemptener Unternehmen 2016 übernommen beim Kauf des Betreibers Oel-Huff Tankstellen GmbH mit insgesamt 20 Stationen. 

Präg baut Shop seiner Tankstelle im pfälzischen Lambsheim um: Kassenzone

Das breite Sortiment ist jetzt übersichtlicher präsentiert.

Die Tankstelle in Lambsheim sei ein Beispiel „gewachsener Infrastruktur“, findet Tina Kranz. In der Baustruktur könne man erkennen, dass die Anlage klein angefangen und über die Jahre in Containerbauweise immer wieder erweitert wurde. Während der Bauzeit führte das immer wieder zu Überraschungen: „So mussten wir kurzfristig ungeplante Arbeiten dazwischenschieben, zum Beispiel am Estrich“, erläutert sie. Dennoch haben die Beteiligten den engen Zeitplan einhalten können, „wir arbeiten seit Jahren mit einem eingespielten Team an lokalen Handwerkern. Das hat sich erneut bewährt.“ Ausführendes Architekturbüro war das Büro Specht in Neu-Isenburg. Für den Ladenbau zuständig war die Firma Stracke, mit der Präg im Shopbereich an vielen der 120 Stationen zusammenarbeitet. Während der dreimonatigen Umbauzeit zogen Kasse und ein reduziertes Sortiment in einen Container um. Die Räume einer leerstehenden Werkstatt wurden in die bestehende Ladenfläche integriert und erstrahlen nun in hellem, freundlichem Look: Der sandfarbene Fliesenboden steht im harmonischen Kontrast zu anthrazitfarbenen Elementen in Decke und Wandgestaltung, aufgelockert durch pastellgrüne Deko-Elemente in der Sitzecke. Die Front des Shops wurde außerdem mit bodentiefen Glaselementen versehen, die zusätzlich für das Gefühl von Größe sorgen. Für das Tankstellen-Team um Annette Borja ist die Modernisierung Motivationsschub und Erleichterung gleichermaßen: Durch das Belegwarenangebot haben sich auch Abläufe verändert. Die neue Tiefkühlzelle bietet im Vergleich zu den bisherigen Truhen mehr Komfort am Arbeitsplatz.

Modernes Ambiente kommt an

Den Kunden jedenfalls gefällt die neue, alte Station: Pächterin Borja berichtet von positiven Rückmeldungen aus der Stammkundschaft ebenso wie aus dem Feedback von neuen Besuchern. Belastbare Zahlen hingegen gibt es noch nicht: Die Corona-Lage hat auch an der Tankstelle im Zentrum Lambsheims dazu geführt, dass weniger Menschen im Shop konsumieren. „Weniger Berufspendler, mehr Homeoffice. Zum Schutz unserer Mitarbeitenden ist der Bistrobereich seit März geschlossen, die Waren gibt es aber zum Mitnehmen“, erzählt Gebietsverkaufsleiterin Kurz und gibt sich zuversichtlich: „Das moderne Ambiente nehmen die Tankgäste dennoch positiv wahr ‒ und kommen nach Corona wieder.“ (ab)

 

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