Volkmar Kraus betreibt die Aral-Station in der Zschopauer Straße in Chemnitz. Der Diplom-Ingenieur bringt es auf den Punkt: "Du musst ein Gefühl entwickeln für Deine Kunden, wann sie kommen und auf was sie Hunger oder Durst haben." Geschäftsleute, Trucker und Touristen kehren bei ihm ins Petit-Bistro ein, das mit drei Dutzend Snacks und Drinks aufwartet. "Wir stehen für Frische und Auswahl zu jeder Zeit – das hat sich herumgesprochen", merkt Kraus an. Der Betreiber weiß: Qualität alleine reicht nicht aus, um mit dem Bistro nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinn zu machen. Knallharte Kalkulation lautet der zweite Bestandteil der Erfolgsformel. So bedingt die hohe Warenauswahl zugleich eine gewisse Wegwerfquote. Denn nur frische und lecker aussehende Snacks gehen gut. Waren fliegen nun mal in den Müll. Das aber von vornherein als fünf Prozent weniger Ertrag in der Geschäftsanalyse anzusetzen, halten Steuerexperten für falsch. Denn das verschleiere die wahre Wegwerfquote. Und auch die tatsächliche Marge fürs Bistro bleibt so vage. In unserer Steuerberater-Serie raten die Experten, eine einfache Faustregel anzuwenden: Den Einkaufsnettopreis verdreifachen - so lässt sich eine Bruttozielmarge von 60 Prozent erreichen. Weitere Kniffe und Details zum Ermitteln des Verkaufspreises liefert der komplette Artikel im tankstellen markt 11/11. (kak)
Tankstellen-Bistro erfolgreich managen: Appetitanregend – für Kunden und Kasse
Das Bistro macht ordentlich Umsatz. Wollen Betreiber aber wirklich mit Kaffe, Snack & Co Geld verdienen, müssen sie Kundenwünsche kennen und Bistroangebote exakt kalkulieren.