Ölpreise legen weiter zu: Höchster Stand seit Anfang Juni

24.07.2026 09:51 Uhr | Lesezeit: 2 min
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Noch liegt der Ölpreis aber deutlich unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde.
© Foto: Nic Coury/AP/dpa

Angriffe auf Tanker im Roten Meer und eine erneute US-Offensive gegen den Iran sorgen für weiter steigende Ölpreise. Die Quittung gibt es an der Zapfsäule: Derzeit kostet ein Liter im bundesweiten Durchschnitt 2,168 Euro und somit 9,8 Cent mehr als vor einer Woche. Für einen Liter Super E10 werden im Schnitt 2,146 Euro verlangt.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für die Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 96 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zuletzt kostete ein Barrel 95,78 Dollar und damit fast zwei Prozent mehr als am Vortag.

Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen. Dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen.

Neue Angriffswelle

In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 Uhr US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

Ölpreis noch deutlich unter dem Jahreshoch

Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe, etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.

Noch liegt der Ölpreis aber deutlich unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.

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