Der Bundesverband der mittelständischen Mineralölunternehmen, Uniti, hat seinen Austritt aus der Mittelständischen Mineralöl- und Energiewirtschaft (MEW) erklärt. Laut Energie Informationsdienst (EID) erfolgte die Kündigung der Mitgliedschaft satzungskonform und „fristwahrend“ zum 31. Dezember 2010. Gegenüber EID begründete Uniti-Chef Gerd Deisenhofer die Entscheidung durch „strukturelle Mängel“ innerhalb der MEW, die die Interessenvertretung gegenüber der Politik oft verlangsamten. Die Zeit bis zum Jahresende will Deisenhofer eigenem Bekunden zufolge nutzen, um über eine effektivere und harmonischere Zusammenarbeit in der MEW zu sprechen. Unter welchen Bedingungen die Uniti sich ein Verbleiben im Dachverband vorstellen kann, ließ er offen. „Dies ist ein Rückschritt für den Mineralölmittelstand in Deutschland, der unter dem gemeinsamen Dach des MEW angetreten ist, um gegenüber der Politik mit einer Stimme zu sprechen“, sagte der MEW-Vorsitzende Deinhard Dittert. Er empfinde es als wenig hilfreich, wenn eine verbandsinterne Diskussion auf Betreiben der Uniti in der Öffentlichkeit ausgetragen werde, so Dittert weiter. Die Vorstände der verbleibenden Mitgliedsverbände seien sich einig, dass der MEW auch ohne Uniti weiter Bestand haben wird. (ag)
MEW: Uniti verlässt Dachverband
Der Bundesverband der mittelständischen Mineralölunternehmen hat seine Mitgliedschaft zum Endes des Jahres gekündigt.