Die Übernahme der Lomo-Tankstellen in Bad Hersfeld durch Shell ist vorerst geplatzt. Das Kartellamt schiebt damit einer weiteren Konzentration der Tankstellenbetreiber in Deutschland einen Riegel vor. Das teilte der Insolvenzverwalter vom Lomo Kai Dellit mit. Was die Lomo-Autohöfe angeht, ist Dellit optimistisch: "Der attraktive Standort der Autohöfe sowie die damit einhergehenden konstant hohen Kraftstoffabsätze sind auch für andere Tankstellenbetreiber von großem Interesse", erklärt er. Er verhandle bereits mit möglichen Investoren. Welche das sind, ist nciht bekannt. Aber die großen Konzerne Total, BP, Aral, Esso und Jet dürften aus denselben Gründen wie Shell nicht in Frage kommen. Für die rund 20 Lomo-Beschäftigten in Hersfeld ändere sich zunächst nichts. Der Betrieb soll normal weiterlaufen. Genehmigt hat das Kartellamt den Verkauf der LOMO-Tankstellen in Eisenach und Lützelwig (Homburg) an Shell. Das Kartellamt untersagte außerdem die Übernahme von 59 OMV Tankstellen in den Neuen Bundesländern durch Total Deutschland. Es will eine weitere Konzentration der Tankstellenbetreiber in Deutschland verhindern. Mit dem Ausscheiden der OMV in Ostdeutschland wäre einer der stärksten Wettbewerber ausgeschaltet. "Der Zusammenschluss lässt die Verstärkung von marktbeherrschenden Stellungen erwarten“, verlautbarte das Amt. (beg)
Kartellamt schreitet ein: Keine Tankstellen für Shell und Total
Total darf keine OMV-Tankstellen übernehmen und Shell darf die insolventen Lomo-Stationen nicht übernehmen.