Der Gasmonopolist Gazprom unterzeichnete am 16. September ein Abkommen mit dem italienischen Versorger Eni über den Erwerb von 33 Prozent am Ölprojekt "Elephant" in Libyen. Das meldete die Agentur Interfax aus dem Schwarzmeerort Sotschi. Das Abkommen muss noch von der neuen libyschen Führung gebilligt werden. Ihr Votum gilt als offen. Ein Grundlagenabkommen über das Projekt hatten Gazprom und Eni bereits im Februar 2011 in Rom unterzeichnet. Andere Gesellschafter sind die südkoreanische KNOC und der nationale libysche Ölkonzern NOC, die gemeinsam das letzte Drittel der Aktien kontrollieren. Nach Expertenschätzung wird Gazprom für den 33-Prozent-Anteil am "Elephant"-Projekt rund 178 Millionen US-Dollar (129 Millionen Euro) zahlen. (dpa/kak)
Gazprom: Mit dabei in libyscher Elefantenrunde
Ungeachtet seiner früheren Kritik an den Aufständischen in Libyen will Russland nach dem Machtwechsel in Tripolis an den Ressourcen im nordafrikanischen Land mitverdienen.