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Freihandelsabkommen EU-Mercosur: Deutsche Bioethanolwirtschaft warnt vor Wettbewerbsverzerrung

Durch die weniger strengen Umwelt- und Sozialstandards in Südamerika können die Erzeuger in den Mercosur-Staaten zu niedrigeren Preisen produzieren als dies in Europa möglich ist, heißt es vom Verband.
© Foto: Bundespresseamt

Der BDBe befürchtet negative Auswirkungen des Freihandelsabkommens Mercosur auf die deutsche Bioethanolwirtschaft. Da die Konkurrenz aus Übersee nicht die hohen europäischen Auflagen erfüllen muss, kann sie zu niedrigeren Preisen produzieren.


Datum:
08.07.2019
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Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) rechnet bei Verabschiedung des Freihandelsabkommens Mercosur mit dem Import von bis zu 650.000 Tonnen Bioethanol. Das sind rund zwölf Prozent des aktuellen EU-Verbrauchs, erzeugt mit deutlich geringeren Produktions- und Umweltstandards. Die Zugeständnisse an Mercosur werden negative Auswirkungen auf die deutsche Bioethanolwirtschaft haben, welche unter höchsten Umwelt- und Sozialstandards klimaschonende Kraftstoffe produziert, heißt es in einer Pressemitteilung des BDBe.

Der Kompromiss der Verhandlungsführer sieht vor, dass 450.000 Tonnen Ethanol für industrielle Anwendungen zollfrei importiert werden dürfen. Zusätzlich sollen 200.000 Tonnen Ethanol für andere Anwendungen, beispielsweise als Kraftstoff, mit einer Ermäßigung um zwei Drittel des gegenwärtigen Zolltarifs in die EU eingeführt werden dürfen. Damit werde der Markt für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse weiter geöffnet, ohne die in der EU geltende Mengenbegrenzung zu berücksichtigen, befürchtet der Verband.

Der BDBe fordert die Bundesregierung auf, jetzt zügig Maßnahmen zu ergreifen, welche die Erfolge der deutschen Bioethanolwirtschaft bei der Reduzierung des Treibhausgasemissionen anerkennt und die Nachfrage nach zertifiziert CO2-armem Bioethanol im Verkehr stärkt. Diese sind für das Erreichen der nationalen Klimaschutzziele notwendig. (jr)

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