Feldversuch: Vernetzte Autos könnten Milliarden einsparen

21.06.2013 08:33 Uhr
Im Feldversuch wurde getestet, wie Autos über das Internet Informationen untereinander und mit einer Zentrale austauschen können.

Miteinander elektronisch vernetzte Autos könnten laut eines Feldversuchs in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Nutzen von jährlich elf Milliarden Euro bringen. Allein durch vermeidbare Verkehrsunfälle könnten pro Jahr bis zu 6,5 Milliarden Euro gespart werden.

Miteinander elektronisch vernetzte Autos könnten in Deutschland einen volkswirtschaftlichen Nutzen von jährlich elf Milliarden Euro bringen. Allein durch vermeidbare Verkehrsunfälle könnten pro Jahr bis zu 6,5 Milliarden Euro eingespart werden, lautet das Fazit eines am Donnerstag (20. Juni) in Frankfurt beendeten Feldversuchs. Auto-Industrie, Wissenschaft und staatliche Stellen hatten im Projekt "Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" (SIMTD) getestet, wie Autos über das Internet Informationen untereinander und mit einer Zentrale austauschen können.

"Die Technik ist reif für den Markt", sagte SIMTD-Leiter Christian Weiß von der Daimler AG. Jetzt seien die Autobauer am Zuge. Mercedes-Benz hatte angekündigt, als erster noch in diesem Jahr Serienfahrzeuge mit der "Car-to-X"-Technologie auszurüsten. In dem Versuch hatten 500 Fahrer rund um Frankfurt zusammen 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei mehr als 4 Terabyte Daten gesammelt.

Mit der neuen Funktechnik könnten Fahrer viel genauer akustisch und visuell auf Gefahren hingewiesen werden, sagte Weiß. Etwa, wenn sie auf eine Kurve zusteuern, in der ein liegengebliebenes Auto erst spät zu sehen sei. "Wir haben den Fahrzeugen ein gewisses Gesichtsfeld gegeben", sagte Weiß.

Nach Ansicht der Technischen Universität (TU) München könnte mehr als die Hälfte der Unfälle an Kreuzungen verhindert werden. Von der neuen Technik profitiere aber auch die Umwelt. Neben den Unfall-Kosten könnten weitere 4,9 Milliarden Euro pro Jahr vor allem durch geringere Reisezeiten und sinkende Umweltbelastung erzielt werden. Als erste konkrete Anwendung soll ab 2015 in einem Korridor von Rotterdam über Frankfurt bis Wien die Verkehrslage an Baustellen erfasst werden. (dpa)

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