Alternative Antriebe: BMW verabschiedet sich vom Wasserstoff

08.12.2009 09:40 Uhr
Wasserstoff-Tankstelle, BMW
Autobauer BMW beendet Feldversuch mit Wasserstoff betriebenen Luxuslimousinen
© Foto: ddp

Aus München wird es vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben

München. Der Automobilbauer BMW stellt seinen Feldversuch mit Wasserstoff betriebenen Luxuslimousinen vorerst ein. „Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger am Montag dem „Handelsblatt“. Damit folgen die Münchner Premiumhersteller Volkswagen. Die Wolfsburger hatten sich als erster deutscher Hersteller sowohl gegen die Wasserstoffverbrennung als auch gegen die Brennstoffzellentechnik entschieden. Die Technologie sei ungeeignet für den Großeinsatz. Experten halten das der Zeitung zufolge aber für eine riskante Strategie. Seit Jahrzehnten forschen Autohersteller an der Wasserstofftechnik, um eine Alternaitve zum Verbrennungsmotor zu schaffen und das umweltbelastende Benzin ersetzen zu können. Während Daimler Wasserstoff mit Brennstoffzellen in Strom umwandelt, verbrennt BMW das Gas in herkömmlichen Motoren. Bislang gibt es aber nicht mehr als Testflotten und eine Hand voll Tankstellen. Der Konkurrent Daimler hält trotz der Skepsis der Konkurrenten an seiner Brennstoffzellentechnik fest. „Das ist gut für die Umwelt und die Menschen. Genau darum wollen wir diese Technologie so schnell wie möglich zur Marktreife bringen“, sagte Unternehmenschef Dieter Zetsche. Auch der Linde-Chef Wolfgang Reitzle will den Wasserstoff-Antrieb noch nicht abschreiben. „Die Wasserstofftechnologie stand noch nie so kurz vor dem Durchbruch wie heute“, sagte er der Zeitung. Linde ist nach eigenen Angaben der weltweit führenden Wasserstoff-Lieferant. Daimler und Linde haben mit den Mineralölkonzernen Shell und OMV eine Absichtserklärung für den Bau eines flächendeckenden Tankstellennetzes unterschrieben. Demnach will Daimler zunächst eine Kleinserie von B-Klasse-Modellen produzieren und spätestens 2015 eine Großserie auf den Markt bringen. Die beiden Energieversorger Vattenfall und EnBW bauen Strom-Tankstellen auf. (ag)

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